Wirtschaftsminister: Brüderle lehnt Mindestlohn für Zeitarbeit ab
zuletzt aktualisiert: 08.07.2010 - 06:35Düsseldorf (RP). In der Koalition bahnt sich ein Streit um einen gesetzlichen Mindestlohn für die Zeitarbeitsbranche an. Die von CDU-Arbeitsministerin Ursula von der Leyen angestrebte gesetzliche Lohnuntergrenze für die Branche als Schutz heimischer Arbeitnehmer vor Billigkräften aus dem Ausland, lehnt FDP-Wirtschaftsminister Rainer Brüderle ab.
"Die Arbeitnehmerfreizügigkeit eröffnet Deutschland auch Chancen. In einigen Branchen besteht akuter Fachkräftebedarf", sagte Brüderle unserer Redaktion. "Viele Argumente gegen die Freizügigkeit für Arbeitnehmer osteuropäischer EU-Staaten zum 1. Mai 2011 halte ich für überzogen", sagte Brüderle. Ein Spitzentreffen zwischen Brüderle und Arbeitsministerin von der Leyen (CDU) am Dienstag verlief ergebnislos.
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