kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
regional, nachrichten, krefeld, MÜLLABFUHR, 080425
  Foto: RPO
Kommentare ()

Abgaben für Müll- und Abwasser: Bürgern droht saftige Gebührenerhöhung

zuletzt aktualisiert: 22.10.2009 - 12:20

Berlin (RPO). Den Bürgern droht eine gewaltige Gebührenerhöhung durch die Hintertür: Die schwarz-gelbe Koalition will kommunale Unternehmen künftig genauso besteuern wie private. Die Zeche zahlen die Bürger: Sie dürfen sich auf einen Anstieg der Müll- und Abwassergebühren von bis zu 20 Prozent gefasst machen. Der Fiskus hingegen darf mit rund vier Milliarden Euro Mehreinnahmen rechnen.

Den Bürgern stehen möglicherweise deutliche Gebührenerhöhungen bei kommunalen Dienstleistungen wie Müllabfuhr oder Wasserentsorgung ins Haus. Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" streben Union und FDP eine "Wettbewerbsgleichheit kommunaler und privater Anbieter insbesondere bei der Umsatzsteuer" an. Dabei beruft sich das Blatt auf das abschließende Papier der Arbeitsgruppe Wirtschaft, Energie und Aufbau Ost sowie auf den Entwurf des Koalitionsvertrags.

Mit einem solchen Schritt würde faktisch die Steuerbefreiung für die staatliche Abwasser- und Abfallwirtschaft wegfallen. Derzeit zahlen Unternehmen der Kommunen keine Mehrwertsteuer, private Firmen hingegen 19 Prozent. Dies hat einen plausiblen Hintergrund: Da die Entsorgung von Abfall und Wasser eine Aufgabe ist, die dem öffentlichen Gemeinwohl gilt, gibt es dieses Privileg. Bei der Trinkwasserversorgung gilt beispielsweise der halbe Mehrwertsteuersatz.

Vier Milliarden Euro Mehreinnahmen

Bund und Ländern, die sich die Mehrwertsteuer teilen, könnte der neue Koalitionsplan Schätzungen zufolge bis zu vier Milliarden Euro in die Kasse spülen, schrieb die Zeitung. Diese Mehreinnahmen werden im Endeffekt dem Gebührenzahler aufgebürdet. Schätzungen zufolge könnten die Abgabe für Abfall und Abwasser im Schnitt um zwölf bis 20 Prozent steigen.

Der Grund: Kostendeckend arbeitende Kommunalbetriebe würden die Steuern einfach abwälzen, so wird befürchtet. "Eine Umsatzsteuerpflicht würde die Bürger mit deutlich höheren Müll- und Abwassergebühren belasten. Die Städte lehnen diese Forderung deshalb ab", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Stephan Articus.

"Abzocke der Bürger"

Die Einführung der Mehrwertsteuer auf diesen Gebieten wäre eine "ungeheure Abzocke der Bürger", sagte der Geschäftsführer der bayerischen Gemeinden, Jürgen Busse, der "FTD". Karin Opphard, Geschäftsführerin des Verbands kommunale Abfallwirtschaft, warnte ebenfalls vor einem Gebührenschock: "Der Bürger zahlt die Zeche."

Quelle: AP/ddp/ndi

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Adolf Sauerland bangt um sein Amt

Bürgerentscheid am Sonntag

Adolf Sauerland bangt um sein Amt

Duisburgs Oberbürgermeister (CDU) muss sich am Sonntag einem Bürgerentscheid stellen. Wenn ... mehr 

Griechenland taumelt ins Chaos

Euro-Krise spitzt sich zu

Griechenland taumelt ins Chaos

Gibt es im griechischen Parlament am Sonntag keine Mehrheit für neue Spar- und Reformschritte, wird Athen der Geldhahn zugedreht. Bundeskanz ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Bürgerentscheid am Sonntag

Adolf Sauerland bangt um sein Amt

Euro-Krise spitzt sich zu

Griechenland taumelt ins Chaos

Schulpolitik in NRW

Bürokratie plagt die Lehrer

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Autokamera filmt riesigen Lichtkegel

Das Video könnte auch aus einem Science-Fiction-Film sein. Blogger jedoch wollen herausgefunden haben, dass es die Explosion eines ... mehr 

Neue Vorwürfe gegen Bundespräsidenten

Wulff nutzte Firmen-Handy eines Freundes

Als niedersächsischer Regierungschef hat Bundespräsident Christian Wulff mehrere Monate lang ein Firmen-Handy des befreundeten Filmfondsmanagers David Groenewold benutzt. mehr

 

Hollywood-Star trifft deutschen Politiker

Angelina Jolie bei Außenminister Westerwelle

 

Kanzlerin stärkt Wulff den Rücken

Merkel lobt "Transparenz" des Bundespräsidenten

 

Immunität von zwei Abgeordneten aufgehoben

Staatsanwalt kann weiter gegen Linke ermitteln

 

Affäre um den Bundespräsidenten

Neue Rücktrittsforderungen gegen Wulff

 
Top-Services