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Medienbericht
Bamf soll Tausende neue Mitarbeiter bekommen

Von Albanien bis zum Südsudan: Ursachen der großen Flucht
Von Albanien bis zum Südsudan: Ursachen der großen Flucht FOTO: ALESSANDRO BIANCHI
Dortmund. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) soll einem Medienbericht zufolge im kommenden Jahr deutlich mehr Personal bekommen. Konkret sollen 3600 neue Mitarbeiter hinzukommen.

Das berichten die "Ruhr Nachrichten" aus Dortmund unter Berufung auf Koalitionskreise. Es handle sich um 2600 neue Stellen sowie tausend Mitarbeiter, die aus anderen Behörden oder aus dem Ruhestand geholt werden sollten.

Die Pläne seien bereits mit dem Bundesfinanzministerium abgestimmt, heißt es weiter. Intern habe Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) angegeben, es gebe eine entsprechende Zusage. Damit hätte das Bamf den Angaben zufolge Ende 2016 bis zu 8000 Mitarbeiter. Angesichts der Flüchtlingskrise solle es auch bei der Bundespolizei zusätzliches Personal geben. Für das kommende Jahr seien tausend Stellen mehr geplant.

Die große Koalition aus Union und SPD hat am Donnerstag neue Maßnahmen zur Beschleunigung von Asylverfahren für Flüchtlinge ohne Bleibeperspektive beschlossen. Sie sollen künftig in bundesweit drei bis fünf Registrierungszentren untergebracht werden und einer verschärften Residenzpflicht unterliegen. Nach der Ablehnung von Asylanträgen sollen die betroffenen Flüchtlinge direkt aus den Registrierungszentren in ihre Heimat abgeschoben werden.

Hier können Sie das Beschlusspapier der Koalition downloaden.

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(lsa/AFP)