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Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Neue Verzögerungen und Fehler bei Asylverfahren

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Viele Fehler bei Asylentscheiden
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Nürnberg (Archivfoto). FOTO: dpa
Berlin. Bei der Überprüfung von Altfällen hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) Medienberichten zufolge zahlreiche Bearbeitungsfehler entdeckt. Zudem rechnet das Bundesamt mit neuen Verzögerungen bei laufenden Verfahren. 

Informationen der Zeitungen "Bild" und "B.Z." zufolge sind dem Bamf bei bisher 1000 von 2000 geplanten Überprüfungen in zehn bis 15 Prozent der Fälle Fehler aufgefallen. Die Untersuchungen im Fall Franco A. könnten außerdem dazu führen, dass sich laufende Asylverfahren verzögern. Das sagte eine Sprecherin des Bundesamts den Zeitungen der Funke Mediengruppe. 

Der Bundeswehroffizier Franco A. hatte sich erfolgreich als syrischer Flüchtling registrieren lassen und subsidiären Schutz erhalten. Daraufhin hatte Innenminister Thomas de Maizière (CDU) die Überprüfung von 2000 positiven Asylbescheiden angeordnet. 

Zur Aufarbeitung und lückenlosen Aufklärung des Falls sei zudem eine Expertengruppe eingerichtet worden, wie die Bamf-Mitarbeiterin erklärte. Für den zeitnahen Abschluss dieser Untersuchungen müssten "erfahrene Entscheider aus dem laufenden Geschäft abgezogen werden". In welchem Umfang sich dies auf den Abbau der Altverfahren auswirke, könne derzeit noch nicht abgeschätzt werden.

 

(kess/KNA)
 
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