Affäre um Bundespräsidenten: 54 Prozent wollen Wulffs Rücktritt
zuletzt aktualisiert: 03.02.2012 - 08:41Berlin (RP). Die Affäre um Bundespräsident Christian Wulff schadet zunehmend seinem Image: Nur noch 33 Prozent der Deutschen sind dem ARD-"Deutschlandtrend" zufolge mit Wulffs Arbeit zufrieden. Vor einem Monat waren es noch 44 Prozent. Damit fällt er hinter Außenminister Guido Westerwelle (FDP) zurück, der auf 34 Prozent kommt. 54 Prozent sprachen sich für Wulffs Rücktritt aus.
Unterdessen prüft die Staatsanwaltschaft Berlin neue Vorwürfe gegen Wulff. Ihre Behörde habe eine Vorprüfung eingeleitet, um zu klären, ob Wulff bei der Nutzung eines Autos ungerechtfertigte Vorteile in Anspruch genommen habe, bestätigte Staatsanwältin Simone Herbeth. Grundlage sind Berichte der "Frankfurter Rundschau", wonach das Ehepaar Wulff einen Audi Q3 zu unüblich günstigen Konditionen erhalten hatte.
Der im Zuge der Wulff-Berichterstattung in den Fokus von Ermittlungen geratene Party-Manager Manfred Schmidt hat dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) und zwei Sicherheitsbeamten vor rund drei Jahren einen Freiflug von Berlin nach Hamburg spendiert.
Die Staatskanzlei in Mainz bestätigte einen entsprechenden Bericht des "Stern". Die CDU im rheinland-pfälzischen Landtag will den Fall nun parlamentarisch klären lassen. Zudem erklärte Grünen-Chef Cem Özdemir der "Taz", dass er günstige Tickets für ein Fußballspiel in Barcelona von Schmidt erhalten habe.
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