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18.000 Euro mehr ab 2013: Christian Wulff kassiert höheren Ehrensold

zuletzt aktualisiert: 21.08.2012 - 07:26

Düsseldorf (RPO). Positive Schlagzeilen waren in den vergangenen Wochen Mangelware für Christian Wulff. Für den ehemaligen Bundespräsidenten gibt es nun aber eine angenehme Nachricht – und die wirkt sich auch auf seinen Geldbeutel aus: Wulff bekommt einen höheren Ehrensold.

Christian Wulff war nur 20 Monate im Amt des Bundespräsidenten – seine Versorgungsansprüche erhält er aber auf Lebenszeit. Und die werden ab 2013 offenbar noch höher ausfallen als ursprünglich festgeschrieben. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, steigen die jährlichen Bezüge von aktuell 199.000 auf 217.000 Euro.

Wulff profitiert davon, dass die Pensionsbezüge für Joachim Gauck angehoben werden, da die Höhe des Ehrensolds aller ehemaligen Bundespräsidenten an den des aktuellen Staatsoberhauptes gekoppelt ist. Damit erhält auch Wulff in wenigen Monaten 18.000 Euro mehr.

Allerdings profitiert Wulff nicht nur von einer Anpassung des Ehrensolds, auch die Aufstockung des Gehalts von Bundeskanzlerin und Ministern wirkt sich für ihn vorteilhaft aus. Wulff kassiert 10/9 des Gehalts von Kanzlerin Merkel.

Nach seinem Rücktritt im Februar war eine Diskussion entbrannt, ob Wulff Ehrensold erhalten solle und wenn ja in welcher Höhe. Das Bundespräsidialamt hatte schließlich eingewilligt, Versorgungsansprüche in Höhe von 199.000 Euro zu bewilligen.

Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover gegen Wulff auch als Beschuldigten wegen des Verdachts der Vorteilsannahme. Er soll sich von einem befreundeten Unternehmer Urlaube auf Sylt bezahlt haben lassen.

Wulffs Rücktritt vorausgegangen waren zudem Vorwürfe wegen anderer Vorteilsannahmen, versuchter Medienbeeinflussung und Falschaussagen vor dem niedersächsischen Landtag. Wulff bestreitet die Vorwürfe. In seiner Rücktrittsrede am 17. Februar hatte er gesagt: "Ich habe mich in meinen Ämtern stets rechtlich korrekt verhalten."

Quelle: nbe/csi/nbe
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