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Bundespräsidenten-Kandidat in Düsseldorf: Gauck lobt Diskussion mit NRW-Linken

zuletzt aktualisiert: 18.06.2010 - 15:17

Düsseldorf (RPO). Joachim Gauck, der Kandidat von SPD und Grünen für das Bundespräsidentenamt, hat am Freitag im Düsseldorfer Landtag auch mit Vertretern der Linkspartei diskutiert. Gauck lobte im Anschluss an eine zweistündige Unterredung mit Vertretern von SPD, Grünen und Linken die "sachliche" Atmosphäre im Austausch mit mehreren Landtagsabgeordneten der NRW-Linken.

Es habe Meinungsverschiedenheiten gegeben, aber dies sei normal in einer Demokratie. Der NRW-Landtag stellt bei der Präsidenten-Wahl am 30. Juni insgesamt 133 Wahlmänner und Wahlfrauen. Neben den Wahlleuten von SPD und Grünen waren auch die Vertreter von CDU, FDP und Linkspartei eingeladen. Politiker von Schwarz-Gelb folgten der Einladung in den SPD-Fraktionssaal aber nicht.

Linke-Fraktionschefin Bärbel Beuermann sprach von einer "interessanten" Diskussion. Gauck sei aber Antworten zu Fragen der Linken etwa bei den Themen Menschenrechte und Asylrecht schuldig geblieben.

CDU und FDP in NRW hatten bereits erklärt, dass sie den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) in der Bundesversammlung am 30. Juni unterstützen wollen. Ein Treffen mit Wulff ist laut CDU am 29. Juni in Berlin geplant.

Die CDU-Landtagsfraktion stellt 50 Wahlmänner- und -frauen, die SPD entsendet 49 Vertreter nach Berlin. Da beide Parteien gleich stark im Landtag sind, musste das Los über die Vergabe eines NRW-Platzes in der Bundesversammlung entscheiden. Dabei zogen die Sozialdemokraten den Kürzeren. Die NRW-Grünen haben 17 Wahlleute. Die FDP benannte neun und die Linke acht Vertreter.

Quelle: DDP/awei

 
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