kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Gauck mit Mikros Panorama ddp 2010
  Foto: ddp, ddp
Kommentare ()

Präsidentschaftskandidat: Joachim Gauck kritisiert Sparpaket

zuletzt aktualisiert: 16.06.2010 - 07:23

Berlin (RPO). Der Kandidat von SPD und Grünen, Joachim Gauck hat Kritik am Sparpaket der Bundesregierung geübt. "Es darf nicht sein, dass der obere Teil der Gesellschaft vom Sparen unberührt bleibt. Höhere Steuern dürfen kein Tabu sein", so Gauck in einem Interview.

Am Sparen führe zwar kein Weg vorbei, doch es sei eine kritische Debatte über die Art und Weise notwendig, betonte er in der "Passauer Neuen Presse". "Auch bei den Sozialtransfers muss gespart werden, aber gerade dort darf nicht hauptsächlich gespart werden", sagte Gauck.

Zugleich distanzierte er sich von "politischer Propaganda", wonach der Sozialstaat von dem Sparpaket platt gemacht würde. "Das ist Schwarzmalerei und Angstpolitik", wird er zitiert.

Obwohl von SPD und Grünen als Kandidat für das Bundespräsidentenamt ins Rennen geschickt, machte Gauck deutlich, dass er nicht in allen Belangen mit den beiden Oppositionsparteien übereinstimme.

Grünen und Sozialdemokraten könnte es missfallen, dass er den Wert der Freiheit so betone. Jemand, der aus der Arbeiterbewegung komme, lege verständlicherweise mehr Wert auf Solidarität, sagte Gauck. Für ihn jedoch sei die Freiheit in einem demokratischen Staat Grundvoraussetzung.

Abgrenzung von Linkspartei

Gauck grenzt sich zudem von der Linkspartei ab. Es gebe wirkliche politische Unterschiede, sagte Gauck den Dortmunder "Ruhr Nachrichten". "Wer den Systemwechsel will, wird bei mir auf Widerspruch treffen", sagte er. "Eine antikapitalistische Attitüde ist mir suspekt." Es sei Unsinn, wegen einer Finanzkrise den Kapitalismus abschaffen zu wollen.

Gauck sagte, die Unterstützung für seine Kandidatur aus der Bevölkerung signalisiere ein großes Bedürfnis unter den Bürgern, wieder Vertrauen in die demokratischen Institutionen fassen zu können.

Ein "Anti-Parteienkandidat" sei er aber nicht. "Wir brauchen Parteien. Viele sollen sich dort engagieren", sagte Gauck. "Wir benötigen daneben aber auch eine aktive Bürgergesellschaft, die den Parteien auf die Finger schaut."

Quelle: apd/ddp/RTR/das

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Der Bundespräsident fordert die israelische Regierung auf, in der Siedlungspolitik ein konstruktives Zeichen für die Palästinenser zu setzen ... mehr 

USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Möglicher Militäreinsatz in Syrien

USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Nach dem jüngsten Massaker in Syrien ist in der internationalen Gemeinschaft eine Debatte über einen möglichen Militäreinsatz entbrannt. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Möglicher Militäreinsatz in Syrien

USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Mehr zum Thema Bundespräsident
Gauck in den Niederlanden

Festakt zum "Tag der Befreiung"

Die Niederlande umgarnen Joachim Gauck

Große Gesten, warme Worte und eine Bootstour mit der Königin. Der Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck in den Niederlanden. von michael bröcker  mehr

 
Bundespräsident Joachim Gauck wird am Flughafen von Rotterdam von Kronprinz Willem-Alexander begrüßt.

Besuch in den Niederlanden

Gauck gedenkt der Befreiung vom Nazi-Joch

Bundespräsident Joachim Gauck hat am Samstag als erster Deutscher in den Niederlanden zum "Tag der Befreiung" gesprochen. mehr

 

Bundespräsident sagt Ukraine-Reise ab

Gaucks starkes Signal Richtung Kiew

 

Reise in Ukraine wegen Timoschenko abgesagt

Breite Unterstützung für Gauck

 

Traditionelles Sommerfest fällt aus

Gauck lädt im September zum Bürgerfest

 

Ehemaliger Bundespräsident und seine Frau

Memoiren: Wulffs kassieren wohl Millionen

 

Antrittsbesuch in Warschau

Bundespräsident Gauck umarmt die Polen

 

Erste Auslandsreise

Gauck in Polen eingetroffen

Gaucks Ansprache am 19.2.2012

"Ich bin noch nicht mal gewaschen"

Gauck soll neuer Bundespräsident werden

Der DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck hat nach seiner Nominierung für das Amt des Bundespräsidenten umrissen, wie er agieren will. mehr

Top-Services

Rücktrittserklärung vom 17.2.2012

Das sagte Christian Wulff

Bundespräsident Wulff zurückgetreten

Nachdem die Staatsanwaltschaft in Hannover Ermittlungen gegen Christian Wulff aufgenommen hatte ist er als Bundespräsident zurückgetreten. mehr

TV-Auftritt vom 4.1.2012

Protokoll des Wulff-Interviews

TV-Interview mit Bundespraesident Wulff

Der angeschlagene Bundespräsident Christian Wulff stand Bettina Schausten vom ZDF und Ulrich Deppendorf von der ARD Rede und Antwort. mehr

Stellungnahme vom 22.12.2011

Wulffs Erklärung im Wortlaut

Bundespraesident Wulff gibt Erklaerung ab

Christian Wulff hat nach Vorwürfen wegen der Geschäftsbeziehungen zu einem Unternehmerehepaar sein Schweigen gebrochen. mehr

Chronologie

Alle Bundespräsidenten im Überblick

panorama deutschlandfahne flagge DAPD

Sollte Bundespräsident Wulff zurücktreten, wäre er nicht der erste, der auf sein Amt verzichtet. Bundespräsidenten im Überblick. mehr