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Bundespräsidenten-Wahl
Merkels Kandidatin sagte offenbar in letzter Sekunde ab

Bundespräsidentin: Angela Merkels Kandidatin sagte in letzter Sekunde ab
Marianne Birthler - hier bei einer Lesung in Kaarst - war angeblich die Wunschkandidatin von Angela Merkel. FOTO: G. Salzburg
Düsseldorf. Offenbar hatte Kanzlerin Angela Merkel doch eine Kandidatin für die Bundespräsidenten-Wahl gefunden. Doch im letzten Moment kam laut einem Medienbericht die Absage.

Die Wahl der Kanzlerin war auf Marianne Birthler gefallen. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" hatte sich die frühere Grünen-Politikerin und Beauftragte für die Stasi-Unterlagen Ende voriger Woche bereit erklärt, für das höchste Staatsamt zu kandidieren.

Die Grünen seien an der Vorbereitung aktiv beteiligt gewesen. Dann aber seien Birthler kurzfristig Bedenken gekommen, ob sie dem Amt gewachsen sei, schreibt die Zeitung.

Szenen aus dem Leben des Frank-Walter Steinmeier FOTO: ap

Am Sonntagmorgen, Stunden vor dem entscheidenden Treffen der Parteivorsitzenden von CDU, SPD und CSU rief sie dann die Kanzlerin an und sagte ab.

CDU-intern war Birthler schon sehr früh als mögliche Kandidatin genannt worden. Der Vorschlag galt aber wegen des Widerstands der CSU gegen einen Grünen-Kandidaten als weitgehend chancenlos.

In Koalitionskreisen hieß es nun allerdings, anders als im Fall des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) wäre eine CSU-Zustimmung nicht komplett ausgeschlossen gewesen.

Die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Birthler war von 2000 bis 2011 Beauftragte des Bundes für die Stasi-Unterlagen.

Nach der Absage Birthlers haben sich die Parteien inzwischen auf den amtierenden Außenminister Frank-Walter Steinmeier als Kandidaten für das höchste Staatsamt geeinigt.

(csr)
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