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De Maizière zum Geiseldrama: "Bundesregierung ist nicht erpressbar"

zuletzt aktualisiert: 02.08.2007 - 08:48

Passau (RPO). Kanzleramtschef Thomas de Maizière (CDU) hat nach der Verbreitung der Videobotschaft mit der deutschen Geisel in Afghanistan erneut die Linie der Bundesregierung bekräftigt. "Die Bundesregierung ist nicht erpressbar. Daran hat sich nichts geändert", sagte de Maizière.

Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes arbeite mit Hochdruck daran, das Leben des deutschen Bauingenieurs zu retten, so de Maizière der "Passauer Neuen Presse". Er warnte zugleich: "Je mehr wir über die Geiselnahme reden, desto mehr betreiben wir das Geschäft der Geiselnehmer."

De Maizière mahnte zugleich, die Debatte über den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan müsse unabhängig von der Geiselnahme geführt werden. Die Bundesregierung werde im Herbst die neuen Mandatsentwürfe vorlegen. Der Kanzleramtschef plädierte für eine Verlängerung der Einsätze.

Man habe gerade erst die europäische Mission zur Verbesserung der Polizeiausbildung auf den Weg gebracht. "Wir müssen hier das Tempo weiter erhöhen", sagte er.

Nach Ansicht des CDU-Politikers gibt es in Afghanistan "mehr Licht als Schatten". Trotz vieler Rückschläge seien "gewaltige Fortschritte" beim Wiederaufbau gemacht worden. Die Versuche der Taliban, wieder mehr Macht zu gewinnen, seien erfolglos. Mit Geiselnahmen und Selbstmordanschlägen wollten sie den Prozess in Richtung Sicherheit und Entwicklung stören. "Deshalb müssen wir mit Entschlossenheit fortfahren. Es besteht kein Grund zur Resignation", sagte de Maizière.

Quelle: afp

 
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