| 16.46 Uhr

Polizei ermittelt
Bundestagsabgeordneter aus Wuppertal Ziel eines Hackerangriffs

Bundestagsabgeordneter Helge Lindh wird Opfer eines Hackerangriffs
Ein Passwort wird auf einem Laptop über eine Tastatur eingegeben. (Symbolfoto) FOTO: dpa
Wuppertal. Der Staatsschutz ermittelt wegen eines Cyberangriffs auf den Bundestagsabgeordneten Helge Lindh. Dessen Social-Media-Accounts wurden gehackt, außerdem bestellten die Hacker Korane und Hundekot-Attrappen auf seine Rechnung.

Der Wuppertaler SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh ist Ziel eines massiven Cyberangriffs von Unbekannten geworden. "Wir gehen von einem Hackerangriff mit politischer Intention aus", sagte eine Sprecherin der Wuppertaler Polizei am Donnerstag auf Anfrage und bestätigte Ermittlungen wegen des Ausspähens von Daten. Der Staatsschutz und Cybercrime-Experten hätten die Ermittlungen übernommen.

Unbekannte hätten seine Social-Media-Accounts gekapert, die Passwörter verändert und sogar seine Kontodaten im Netz veröffentlicht, sagte Lindh auf Anfrage.

Fremdenfeindliche Kreise als Urheber?

Auf seinen Namen und seine Rechnung seien Korane und Hundekot-Attrappen bestellt und an seine Privatadresse geliefert worden. Die Indizien wiesen auf politisch rechte, fremdenfeindliche Kreise als Urheber hin.

So seien flüchtlingsfeindliche Parolen in seinem Namen gepostet worden. Vor zehn Tagen habe der Spuk begonnen, sagte Lindh. Er habe inzwischen die meisten der betroffenen Accounts sperren können. Er habe zuvor mehrfach gegen die AfD Stellung bezogen und danach - neben viel Zuspruch - vehemente Kritik aus politisch rechten Kreisen erhalten.

Die Ermittlungen gestalten sich laut Polizei schwierig. So sei es nicht einfach, von Facebook die entsprechenden Daten zu bekommen. Die "Westdeutsche Zeitung" hatte zuerst berichtet.

(lnw)
 
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