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Bundestagswahl
SPD-Abgeordnete handeln Martin Schulz als Kanzlerkandidaten

Porträt in Bildern: Das ist Martin Schulz
Porträt in Bildern: Das ist Martin Schulz FOTO: afp, JM
Berlin. In der SPD mehren sich offenbar die Genossen, die EU-Parlamentspräsident Martin Schulz als Kanzlerkandidaten favorisieren. Nach "Spiegel"-Informationen sprechen sich inzwischen auch einflussreiche Abgeordnete gegen SPD-Chef Sigmar Gabriel aus.

Als mögliche Alternative zu einem SPD-Kanzlerkandidaten Sigmar Gabriel wurde Martin Schulz schon häufiger genannt. Nun wächst aber der Teil der SPD-Mitglieder, die den EU-Parlamentspräsidenten eindeutig favorisieren. Der "Spiegel" berichtet, dass es eine "Bloß nicht Gabriel"-Bewegung innerhalb der Partei gebe. Immer mehr Genossen würden auf eine schneller Entscheidung in der Kandidatenfrage drängen. Gabriel will diese möglichst bis Anfang 2017 offenhalten.

"Über alle Flügel und Landesgruppen hinweg gibt es eine breite 'Bloß nicht Gabriel'-Bewegung", sagte ein einflussreicher Abgeordneter dem Spiegel. Die Politiker wollten verhindern, dass die SPD ohne eigenen Kandidaten dasteht, wenn die CDU Angela Merkel erneut als Kanzlerkandidation vorstellt. Das könnte beim Parteitag im Dezmber der Fall sein. Dann wird der neue CDU-Parteivorsitz gewählt.

Auch bei der SPD fällt eigentlich dem Parteivorsitzenden die Kanzlerkandidatur zu. Doch schon 2012 hatte Gabriel Peer Steinbrück die Kandidatur überlassen. "Wir brauchen einen Kandidaten, der rockt, der es aber vor allem nicht selbst verbockt", sagte ein SPD-Spitzenmann dem "Spiegel".

Schulz muss schon in einigen Wochen entscheiden, ob er für eine weitere Amtszeit als EU-Parlamentspräsident zur Verfügung steht. Dann könnte auch eine Entscheidung über den SPD-Kanzlerkandidaten fallen.

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