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Finanzierung des Wahlkampfs
AfD muss für Bundestagswahlkampf Spenden eintreiben

AfD muss für Bundestagswahlkampf 2017 Spenden eintreiben
Christian Lüth, Jörg Meuthen und Dirk Driesang (v. l. n. r.), Sprecher der Alternative für Deutschland (AfD), starten die Spendenkampagne der Partei in Berlin. FOTO: dpa, wk kno
Berlin. Die Alternative für Deutschland (AfD) ist für den Bundestagswahlkampf dringend auf Spenden angewiesen. Der Start einer Spendenkampagne sei nötig, um die vergleichsweise geringen Mitgliederbeiträge auszugleichen. 

"Unser Ziel ist es, bis Jahresende zwei Millionen Euro an Spenden einzusammeln", sagte der Bundesvorsitzende Jörg Meuthen am Montag in Berlin. Anders als andere Parteien sei die AfD besonders auf Spenden angewiesen, um die volle staatliche Parteienfinanzierung ausschöpfen zu können. Für jeden gespendeten Euro erhält die Partei 45 Cent Zuschuss vom Staat.

Goldhandel keine Option mehr

Eine Gesetzesänderung hatte der AfD im vergangenen Dezember den Goldhandel im Internet untersagt, für die Partei eine lukrative Einnahmenquelle: Je mehr sie aus solchen Geschäften eingenommen hatte, desto höher fiel der staatliche Zuschuss bis dato aus.

Durch das Verbot sei die Partei "kalt erwischt" worden, sagte Meuthen. Dennoch habe die AfD bis Ende vergangenen Jahres 3,6 Millionen Euro eingesammelt. Großspender sind Meuthen nicht bekannt. Um die Veröffentlichungspflicht zu umgehen – und unerkannt zu bleiben – hätten sich alle Spender unter der Grenze von 50.000 Euro bewegt.

Partei habe Geld und keine Schulden

Unabhängig des "ungewöhnlichen" Spendenaufrufs sei die AfD finanziell mit einem siebenstelligen Kontostand "sehr solide" aufgestellt, sagte Meuthen. Schulden seien ihm nicht bekannt.

(bur/dpa)
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