kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Leutheusser-Schnarrenberger im Interview: "Die FDP wird Internetsperren zurücknehmen"

zuletzt aktualisiert: 18.09.2009 - 11:04

Berlin (RP). Die 58-jährige Chefin der Bayern-FDP gilt als das rechtsstaatliche Gewissen der Liberalen. Im Interview mit unserer Redaktion kündigt die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger die Rücknahme der Internet-Gesetze der Koalition an und spricht sich klar für eine schwarz-gelbe Koalition aus.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.  Foto: ddp
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Foto: ddp

Welche innenpolitischen Maßnahmen sollte eine neue Bundesregierung sofort beschließen?

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: Eine FDP in einer Regierungsbeteiligung sollte zügig das Gesetz von Frau von der Leyen zur Sperrung von Internetseiten stoppen, das noch bei der EU-Kommission liegt. Außerdem muss eine neue Bundesregierung sofort die Anwendung der Vorratsdatenspeicherung aussetzen bis das Verfassungsgericht entschieden hat.

Wird die FDP am Sonntag eine Ampel-Koalition mit SPD und Grünen definitiv ausschließen?

Leutheusser-Schnarrenberger: Wir sollten eindeutig Schwarz-Gelb als Ziel festlegen. Eine Jamaika-Koalition wäre für den Fall, dass es für Schwarz-Gelb nicht reicht, immer noch besser als eine Neuauflage von Schwarz-Rot. Und für eine Ampel-Koalition sehe ich keine inhaltlichen Gemeinsamkeiten mit der SPD und den Grünen. Wichtig ist vor allem, dass wir sagen, was wir wollen.

Ist das sozialliberale Projekt tot?

Leutheusser-Schnarrenberger: Die SPD hat sich in den vergangenen Jahren weiter von uns entfernt. Eine Grundlage für eine sozialliberale Politik sehe ich derzeit schon Mangels Mehrheit nicht. Außerdem muss sich die SPD erst einmal selbst über ihren künftigen Kurs klar werden. Auch die Union hat sich in den vergangenen vier Jahren von uns entfernt. Wer Schwarz-Rot nicht mehr will, muss die FDP wählen.

In der Union gibt es öffentlichen Streit über die Wahlkampfführung. Wie bewerten Sie das?

Leutheusser-Schnarrenberger: Der öffentliche Streit zwischen CDU und CSU gefährdet eine schwarz-gelbe Mehrheit bei der Bundestagswahl. Es ist aber gut, wenn die CSU inhaltlich in der Steuer- und Wirtschaftspolitik Druck auf die CDU macht. Die CDU wird am Ende auf diesen Kurs einschwenken, weil er vernünftig ist.

Michael Bröcker führte das Gespräch.

Quelle: RP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
"Rauchen ist bei jungen Menschen out"

Diskussion um Nichtraucherschutz

"Rauchen ist bei jungen Menschen out"

Die Grünen in Nordrhein-Westfalen bestehen weiter auf ein konsequentes Nichtraucherschutzgesetz. Zum Weltnichtrauchertag warnen Experten vor ... mehr 

Computervirus

Iran meldet erfolgreiche Bekämpfung von "Flame"

Die iranische Regierung hat nach eigenen Angaben den Computervirus Flame erfolgreich bekämpft. Der iranische Minister für Kommunikation und ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Diskussion um Nichtraucherschutz

"Rauchen ist bei jungen Menschen out"

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

Familienministerin Schröder hält daran fest: Ab August 2013 soll der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gelten. Am Mittwoch legte sie ein Zehn-Punkte-Programm vor. Mit seiner Hilfe sollen doch noch 160.000 Betreuungsplätze entstehen. "Fast ... mehr

 

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 
 

Streitpunkt Vorratsdaten

EU-Kommission wird Deutschland verklagen

 

Merkel nur noch knapp vorn

Kraft stürmt die Beliebtheits-Charts

 

Ramsauers Vorschlag abgeblockt

Merkel erteilt Pkw-Maut klare Absage

Top-Services