Sigmar Gabriel Ist nicht nur körperlich ein Schwergewicht in der SPD. Sein Amt als Umweltminister nutzte der frühere niedersächsische Ministerpräsident, um im In- und Ausland an Profil zu gewinnen. Im Wahlkampf war der 50-Jährige einer der wenigen, der die Sozialdemokraten mit dem Thema Atom zwischendurch in die Offensive brachte. In der SPD gilt Gabriel, der dem reformorientierten "Netzwerk" angehört, als Pragmatiker. Seine Schwäche ist das Fehlen einer starken Hausmacht in der SPD, da weder Parteilinke noch -rechte ihn als einen der Ihren ansehen. Genau das könnte aber auch ein Vorteil sein. Die "Netzwerker" sehen Gabriel jedenfalls als besten Mann für den Parteivorsitz.