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Partei nutzt Horst-Schlämmer-Figur: Hape Kerkeling will Republikaner-Wahlwerbespot verhindern

zuletzt aktualisiert: 14.09.2009 - 11:12

Düsseldorf (RPO). TV-Entertainer Hape Kerkeling geht gegen die Republikaner vor. Weil die rechtsgerichtete Partei seine Filmfigur Horst Schlämmer in einem TV-Spot zu ihren Gunsten nutzt, will der 44-Jährige nun eine einstweilige Verfügung gegen die weitere Ausstrahlung des Clips erwirken.

Kerkeling: "Es ist nun an den Gerichten zu entscheiden."  Foto: ddp, ddp
Kerkeling: "Es ist nun an den Gerichten zu entscheiden." Foto: ddp, ddp

Kerkelings Anwalt Harro von Have bestätigte auf AP-Anfrage am Montag einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung.

Die Republikaner seien am Freitag bereits abgemahnt worden, doch eine Reaktion ihrerseits habe es nicht gegeben, sagte der Hamburger Jurist. Mit der einstweiligen Verfügung gehe man nun einen Schritt weiter. "Es ist absolut nicht zulässig, dass eine Partei die Popularität meines Mandanten ausnutzt", sagte Have der "Bild".

In dem knapp zweiminütigen Wahlwerbespot der Republikaner erklärt die rechte Kandidatin Uschi Winkelsett: "Nein, mein Name ist nicht Schlämmer. Und ich kandidiere auch nicht für eine Spaßpartei. Politik ist nicht lustig. Aber seine 18 Prozent würden auch uns gut stehen ...".

Kandidatin Winkelsett: "Politik ist nicht lustig." Foto: Republikaner

Am Schluss des Films, der laut "Bild" bereits dreimal im Fernesehen gelaufen ist, heißt es zudem: "Wählen Sie die Republikaner. Frei nach Horst Schlämmer: Schlechter als die anderen sind wir auch nicht."

Fiktiver Kanzlerkandidat Schlämmer

Der Film "Horst Schlämmer - Isch kandidiere!" läuft seit Ende August deutschlandweit in den Kinos. Als stellvertretender Chefredakteur schmeißt Kerkeling alias Schlämmer seinen Job beim "Grevenbroicher Tagblatt", um höheren Ambitionen zu folgen. Er entschließt sich, die Horst-Schlämmer-Partei (HSP) zu gründen, mit der er ins Bundeskanzleramt möchte.

Kerkeling selbst sagte der "Bild", sein Anwalt habe alles in die Wege geleitet, um eine weitere Ausstrahlung des Republikaner-Spots zu unterbinden. "Es ist nun an den Gerichten zu entscheiden", betonte er.

Quelle: AP/csr

 
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