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Wahlwerbung der CDU Panorama ddp Berlin
  Foto: ddp, ddp
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Neuer Wahlwerbespot der CDU: Merkel nimmt sich selbst auf die Schippe

zuletzt aktualisiert: 02.09.2009 - 20:41

Berlin (RPO). Angela Merkel beweist im neuen Wahlwerbespot der CDU Mut zur Selbstironie. Die Kanzlerin blickt auf ihre Laufbahn als Politikerin zurück und räumt lächelnd ein, "wie wichtig eine Frisur sein kann". Ärger gibt es derweil wegen des größten Wahlkampfplakats Deutschlands, das die CDU über der Straße des 17. Juni in Berlin aufgehängt hat.

Die CDU entlässt ihre Minister aus der Pflicht und setzt mit der zweiten Welle ihrer Wahlkampfplakatierung voll auf Kanzlerin Angela Merkel. Zudem stellte die Partei am Mittwoch in Berlin zwei neue Fernsehspots vor, von denen sich einer ebenfalls komplett Merkel widmet.

Die bisherigen CDU-Wahlplakate mit den Fotos von CDU-Ministern wie Ursula von der Leyen oder Franz Josef Jung werden mit den neuen Merkel-Motiven überklebt, erklärte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla. Dazu werde die Anzahl der Plakatflächen nahezu verdoppelt. "Der Werbedruck wird sozusagen erhöht", sagte Pofalla.

In den neuen CDU-Werbespots taucht erneut der zentrale CDU-Wahlslogan "Wir haben die Kraft!" auf. Ein sogenannter "Wir"-Spot präsentiert Menschen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft.

Der zweite TV-Spot widmet sich Kanzlerin Merkel, die ihre Erlebnisse der letzten 20 Jahre Revue passieren lässt. Dabei zeigt sich die CDU-Chefin zur Selbstironie fähig. Wie Pofalla erklärte, hat Merkel diesen Spot "bis in jede Formulierung mitgestaltet".

"Jeden Tag lerne ich etwas dazu", sagt Merkel in dem Spot, um dann lächelnd als ein Beispiel aufzuführen: "Wie wichtig eine Frisur sein kann". Hintergrund: Die CDU-Politikerin war bis 2003 in den Medien und Öffentlichkeit regelmäßig für ihren Haarschnitt kritisiert worden. Daraufhin ließ sie sich von Star-Friseur Udo Walz eine neue Frisur machen - und erntete für ihren neuen Look viel Lob.

Die Spots laufen nach Pofallas Angaben insgesamt jeweils sieben Mal auf den öffentlich-rechtlichen Fernsehkanälen und 150 Mal bei den Privaten. Zusätzlich seien 250 Ausstrahlungen bei regionalen Sender gebucht worden. Insgesamt hat die CDU für ihren Wahlkampf 20 Millionen Euro veranschlagt.

"Das Plakat hängt rechtmäßig"

Das Großplakat an der Straße des 17. Juni verstößt nach Auffassung des zuständigen Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf gegen einen Vertrag zwischen dem Land Berlin und der Stiftung Denkmalschutz Berlin. Die Stiftung saniert seit 2007 zwei große historische Kandelaber des Charlottenburger Tores, an dessen Einrüstung das Plakat hängt. Die Stiftung habe sich aber verpflichtet, keine politische oder religiöse Werbung zuzulassen, sagte Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler der AP. Er habe die Stiftung deshalb abgemahnt. Die CDU habe nichts falsch gemacht, sagte Gröhler.

CDU-Generalsekretär Pofalla sah das ähnlich. "Die Lage ist relativ eindeutig. Das Plakat hängt rechtmäßig", sagte er. Seine Partei habe alle rechtlichen Fragen vorher geklärt. "Das Charlottenburger Bezirksamt hat eine öffentlich-rechtliche Erlaubnis erteilt, die uneingeschränkt ist. Das ist die rechtliche Situation, vor der wir stehen. Dennoch sage ich auch offen: Wir sind gesprächsbereit, mit dem Bezirksamt darüber zu reden."

Auf einer Gesamtfläche von rund 1.660 Quadratmetern zeigt das Plakat 1.800 Bürger, die mit ihrem Gesicht für einen Wahlsieg der Union und eine weitere Amtszeit von Kanzlerin Merkel werben. Das Plakat überspannt in 28 Metern Höhe die achtspurige Straße.

Von der Stiftung Denkmalschutz Berlin war keine Stellungnahme zu bekommen.

Quelle: AP/asl

 
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