Wegen des Wendeknicks: Bundeswehr geht Nachwuchs aus
zuletzt aktualisiert: 18.04.2006 - 07:39Augsburg (rpo). Die Bundeswehr könnte dem Deutschen Bundeswehr-Verband (DBwV) zufolge ab 2008 massive Nachwuchs-Probleme bekommen. Grund dafür sei der dramatische Rückgang der Zahl junger Männer vor allem in Ostdeutschland wegen des so genannten Wendeknicks 1990.
Das sagte Verbandsvize Ulrich Kirsch der "Augsburger Allgemeinen". Hinzu komme die zu erwartende Besserung auf dem Arbeitsmarkt. "Die Wirtschaft wird den Rahm abschöpfen", fügte Kirsch hinzu. Die Bundeswehr werde als Arbeitgeber unattraktiver.
Hintergrund der Entwicklung sei, dass sich in den neuen Ländern die Geburtenzahlen gleich nach der Wende halbiert hätten. Dadurch stünden ab 2008 deutlich weniger junge Männer im wehrfähigen Alter zur Verfügung, betonte Kirsch. Der Bundesregierung warf er vor, durch eine "Politik der Nadelstiche" und der permanenten finanziellen Kürzungen den Dienst in den Streitkräften immer unattraktiver zu machen.
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