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Ursula von der Leyen
Bundeswehr präsentiert keine Waffen mehr zum Anfassen

Bundeswehr präsentiert keine Waffen mehr zum Anfassen
Bundesverteidigungsminister von der Leyen spricht von einem "bedauerlichen Fehler" FOTO: dpa, kristin schmidt pil
Berlin. Die Bundeswehr präsentiert an Besuchertagen künftig keine Waffen zum Anfassen mehr. Damit reagiert Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen auf einen Vorfall beim "Tag der Bundeswehr".

Anfang der Woche war bekanntgeworden, dass Vorschulkinder in einer Kaserne im baden-württembergischen Stetten mit Handfeuerwaffen ohne Munition hantiert hatten. "Um so etwas in Zukunft von vornherein auszuschließen, habe ich entschieden, dass auf künftigen Tagen der Bundeswehr keine Handwaffen zum Anfassen mehr präsentiert werden", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. In Stetten sei "trotz klarer Vorschriften ein bedauerlicher Fehler passiert".

Die Bundeswehr am Standort Stetten am kalten Markt im Kreis Sigmaringen wies die Vorwürfe zurück, ungeladene Handwaffen in die Hände von Kindern gegeben zu haben. "Dagegen verwahre ich mich", sagte am Dienstag der Standortälteste Hansjörg Friedrich. "Kein einziger Soldat hat einem Minderjährigen Waffen in die Hand gegeben." Vielmehr hätten erwachsene Begleitpersonen am vergangenen Samstag die Waffen an Kinder weitergereicht - und Soldaten ihnen diese umgehend wieder abgenommen.

Der Vorfall mit den Kindern war von Aktivisten dokumentiert worden, die sich dafür einsetzen, das Rekrutierungsalter der Bundeswehr von 17 auf 18 Jahre anzuheben.

(crwo/dpa)
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