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Zeitungsbericht
Bundeswehr soll länger in Afghanistan bleiben

Bundeswehr soll länger in Afghanistan bleiben
Deutsche Soldaten in Afghanistan. FOTO: dpa, gam wst fdt fux
Berlin. Die Bundesregierung will einem Zeitungsbericht zufolge den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan verlängern. Angesichts der neuen Taliban-Angriffe wolle man die bisher erzielten Erfolge nicht aufs Spiel setzen.

"Berlin wird beim Treffen der Nato-Verteidigungsminister in der kommenden Woche in Brüssel vorschlagen, dass das Mandat für den Afghanistan-Einsatz der Nato um ein Jahr verlängert wird", berichtete die "Welt am Sonntag" vorab unter Berufung auf hochrangige Diplomaten.

"Deutschland will das, was in Afghanistan bisher erreicht wurde, nicht aufs Spiel setzen. Der für 2016 geplante endgültige Abzug ist angesichts der Angriffe der Taliban verfrüht", zitierte das Blatt aus Nato-Kreisen.

Der Afghanistan-Einsatz soll sich am Schluss nur noch auf die Hauptstadt Kabul konzentrieren. Die Bundeswehr ist noch mit bis zu 850 Soldaten im Land. Sie sind in Masar-i-Scharif und in Kabul stationiert. Teil der Maßnahmen sind die Ausbildung und Beratung afghanischer Sicherheitskräfte. Zuletzt waren die Taliban aber wieder auf dem Vormarsch.

Umkämpft ist vor allem die Provinzhauptstadt Kundus, wo die Bundeswehr lange stationiert war und für Sicherheit sorgte.

(REU)
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