Bilanz ohne "Schönfärbung": Bundeswehrverband gegen mehr Soldaten in Afghanistan
zuletzt aktualisiert: 04.11.2009 - 07:51Köln (RPO). Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, lehnt eine Aufstockung des Truppenkontingents der Bundeswehr in Afghanistan ab. "Für die Anhebung der Mandatsobergrenze sehe ich im Moment keine Notwendigkeit", sagte er .
"Das richtige Vorgehen ist, wirklich mal zu bilanzieren, wo wir in Afghanistan stehen - und zwar ohne Schönfärbung", erklärte Kirsch im Gespräch mit dem dem "Kölner Stadt-Anzeiger" weiter. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse müssten die Schlussfolgerungen gezogen werden. Das gelte nicht nur für den militärischen Anteil, sondern insbesondere für den zivilen Anteil.
Die Defizite nach acht Jahren Afghanistan seien groß. Die Bilanz sehe insgesamt nicht sehr gut aus. Die Bundesregierung will das Mandat, das eine Obergrenze von 4500 Soldaten vorsieht, bis 13. Dezember zunächst unverändert verlängern.
Nach der geplanteninternationalen Afghanistan-Konferenz, so heißt es aus der Koalition, werde man die Anhebung der Obergrenze im Rahmen eines neuen Mandats prüfen.
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