FDP-Vize Pieper: Bundesweites Zentral-Abitur gefordert
zuletzt aktualisiert: 18.08.2010 - 18:41Halle (RPO). Die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Cornelia Pieper fordert die Einführung eines bundesweit einheitlichen Zentralabiturs. "Ich bin für ein bundesweites Zentralabitur, weil das eine Frage der Chancengerechtigkeit für die Kinder ist", sagte die Staatsministerin im Auswärtigen Amt einer Zeitung.
Sie räumte gegenüber der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung"ein: "Nicht alle in der Partei sind da meiner Meinung." Bis auf Rheinland-Pfalz hätten derzeit alle Bundesländer für ihr Hoheitsgebiet einheitliche Anforderungen an die Abiturprüfung.
Die Leistungsfähigkeit der Abiturienten unterscheide sich aber von Land zu Land. "Es kann nicht sein, dass die Leistungen so stark voneinander abweichen", sagte Pieper dem Blatt.
Gleichzeitig forderte Pieper mehr Unabhängigkeit für die einzelnen Schulen. Sie sollten ein eigenes Budget erhalten und eigenständig Lehrer einstellen können. Die Schulen brauchten mehr Freiheit. "Ich höre oft Klagen, dass zum Beispiel ein vom jeweiligen Kultusministerium geschickter neuer Lehrer nicht in das Team passe", sagte die FDP-Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt.
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