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Kampf um neue Mitglieder
CDU geht auf Frauen, junge Menschen und Einwanderer zu

Fotos: Angela Merkel – Momente einer Kanzlerin
Fotos: Angela Merkel – Momente einer Kanzlerin FOTO: dpa, mk rf abl tmk
Berlin. Den großen Volksparteien laufen die Mitglieder weg. Nun will sich die CDU mit einem ganzen Bündel von Neuerungen stärker für Frauen, junge Menschen und Einwanderer öffnen.

Künftig soll sich etwa ein gewählter Mitgliederbeauftragter in den Parteivorständen bis hin zur Bundesspitze um die Anwerbung und die Anliegen von Parteimitgliedern kümmern. Das geht aus dem Entwurf eines Reformpapiers hervor, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Die Reformkommission unter Leitung von Generalsekretär Peter Tauber wollte das Papier unter dem Titel "Meine CDU 2017" am Samstagvormittag beschließen - kurz vor dem ersten "Tag der offenen Tür" der Parteizentrale. Die CDU liegt mit derzeit etwa 452.700 Mitgliedern knapp vor der SPD mit 451.500 Mitgliedern. Nur gut ein Viertel der Mitglieder ist weiblich. Der Altersdurchschnitt liegt bei 59 Jahren.

Zwar gebe es rund 14.000 Neueintritte im Jahr, heißt es in dem Entwurf. Die Partei müsse aber noch deutlich mehr Mitglieder gewinnen, um dauerhaft Volkspartei zu bleiben. Unter anderem heißt es in dem Reformpapier: "Den Frauenanteil in der CDU wollen wir als ersten Schritt bis 2020 auf über 30 Prozent steigern." Die CDU will außerdem die Beteiligungsmöglichkeiten ihrer Mitglieder erweitern.

(dpa)
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