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Parteien verlieren Zustimmung
CDU hat jetzt weniger als 500.000 Mitglieder
Der Andenpakt der CDU
Der Andenpakt der CDU FOTO: ddp
Halle/Berlin (RPO). Die deutschen Volksparteien verlieren massiv Mitglieder. Die CDU hatte Ende April nur noch 500.387 Parteimitglieder und ist im Mai nach Angaben aus Parteikreisen vermutlich ebenso wie zuvor die SPD unter die 500.000er-Marke gerutscht.

Das berichtet die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" unter Berufung auf Parteikreise und mit Blick auf die bisherige Mitgliederentwicklung. Ein Parteisprecher wollte die Meldung auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren und verwies darauf, dass noch keine aktuellen Zahlen für den Mai vorliegen.

Er räumte allerdings ein, dass die Mitgliederzahlen rückläufig seien. Ein Grund sei die Altersstruktur der Partei, die viele ältere Menschen zu ihren Mitgliedern zähle. So habe die CDU seit Jahresbeginn monatlich etwa 1000 Mitglieder verloren. Ende März waren es 501.190, Ende 2010 noch 505.314 Mitglieder gewesen.

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) ist von einst 60.000 auf 11.000 Mitglieder zusammen gesackt. Von ihnen sind nach Informationen des Blattes drei Viertel älter als 60 Jahre.

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hatte kürzlich bekannt gegeben, dass die SPD-Mitgliedszahl auf 495.000 Mitglieder gefallen war. Sie hatte zu Spitzenzeiten 1,2 Millionen Mitglieder, bei der CDU waren es 735.000. Bei der CSU sank die Zahl der Mitglieder seit dem Rekordjahr 1990, als die Christsozialen 186.198 Mitglieder hatten, bis zum Jahresbeginn 2010 auf 153.988.

Nur Grüne können zulegen

An Mitgliederschwund leiden aber nicht nur die großen Volksparteien. So zählte die Linke zu Jahresbeginn 73.658 Mitglieder, das sind 4388 weniger als im Vorjahr. Damals hatte die Zahl den bisherigen Höchststand erreicht. Auf Talfahrt befindet sich auch die FDP, die Ende 2010 noch 68.541 Mitglieder hatte. Das sind fast 4000 weniger als im Bundestagswahljahr 2009 (72.116).

Bei den Grünen folgt der Trend bei den Mitgliederzahlen dagegen der Tendenz der letzten Wahlergebnisse. Sie konnten in diesem Jahr zulegen. Im Mai erreichte die Öko-Partei mit 56.970 Mitgliedern ein neues Allzeithoch, das sind fast 4000 mehr als zu Jahresbeginn. In den letzten zwölf Monaten Jahr stieg die Zahl sogar um mehr als 7000.

Quelle: apd/felt
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