kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

NRW-Wahlkampf: CDU-Kampagne gegen Schulpläne der Opposition

zuletzt aktualisiert: 12.03.2010 - 16:31

Düsseldorf (RPO). Der Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen gerät immer stärker zum Schulkampf. Während die CDU am Freitag eine Plakatkampagne gegen die Schulpläne der Opposition vorstellte, kritisierte der Koalitionspartner FDP erneut das strikte Festhalten der CDU am gegliederten Schulsystem. Alle Parteien wollen mit ihren Bildungskonzepten bis zur Landtagswahl am 9. Mai punkten.

Roland Märtz will NPD-Anträge nicht ablehnen.  Foto: ddp
Roland Märtz will NPD-Anträge nicht ablehnen. Foto: ddp

Ab Montag will die CDU in der Nähe von Schulen Plakate mit dem Schriftzug "Diese Schule wird geschlossen, wenn Rot-Rot regiert" aufhängen. Auch auf Postkarten wollen die Christdemokraten gegen die angeblich von SPD und Linkspartei geplanten Schließungen von Haupt-, Realschulen und Gymnasien protestieren.

"Wir wollen in den nächsten Wochen vor Ort klar machen, welche Folge die Entscheidung für die Einheitsschule für die bestehenden Schulen hätte", sagte CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid. "Kleinere, überschaubare Schulen haben bei Rot-Rot keine Chance mehr, denn Einheitsschulen sind Mammutschulen und benötigen mehr als 1000 Schüler."

Neben SPD und Linken fordern auch die Grünen eine Gemeinschaftsschule, um die frühe Aufteilung der Schüler in Schulformen zu beenden. Ausdrücklich bekennt sich nur die CDU seit Jahren zum Erhalt der Hauptschule. Mit einer Ganztagsoffensive hatte die Regierung diese Schulform aufwerten wollen. Dennoch gehen die Anmeldezahlen für die Hauptschulen zurück.

"Sehr starres Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem"

Auch der Koalitionspartner FDP will das NRW-Schulsystem reformieren und eine regionale Mittelschule als integrierte Mischform schaffen. Bei der CDU gebe es ein "sehr starres Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem", kritisierte FDP-Generalsekretär Joachim Stamp.

Beim freiwilligen Zusammenschluss von Haupt-, Real- oder Gesamtschulen zu einer Mittelschule sollten Schüler von der fünften bis zur siebten Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Die Hauptschule habe dagegen keine Zukunft mehr, sagte FDP-Landeschef Andreas Pinkwart. Am Wochenende beraten die Liberalen auf einem Landesparteitag in Siegen über ihre Wahlprogramm.

Die Christdemokraten reagierten gereizt auf den Vorstoß der FDP. "Die CDU ist die einzige Partei in Nordrhein-Westfalen, die zu allen unseren Schulen steht. Darin lassen wir uns von keinem unter Druck setzen", sagte der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Klaus Kaiser.

Einheitsschule light

Grünen-Fraktionschefin Sylvia Löhrmann bezeichnete die FDP-Vorschläge als "Einheitsschule light". Mit der regionalen Mittelschule setze die FDP ihre "Politik der Zweiklassengesellschaft und Klientelbedienung konsequent fort", sagte Löhrmann. Das Gymnasium werde weiter abgeschottet und privilegiert. "Wir Grüne wollen die beste Bildung für alle Kinder." Gemeinschaftsschulen sollten von unten in Absprache mit allen Beteiligten wachsen.

Auch die SPD verteidigte ihre Forderung nach längerem gemeinsamen Lernen aller Schüler. "Die CDU steht mit ihrer Bildungspolitik damit völlig isoliert da. Aus rein ideologischen Gründen hält sie an der Hauptschule fest, obwohl diese trotz der guten Arbeit, die dort geleistet wird, nicht zu retten ist", sagte die SPD-Bildungsexpertin und frühere Schulministerin Ute Schäfer.

Quelle: DDP/nbe

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) will auch nach neuen Plagiatsvorwürfen die ... mehr 

Jäger erwägt Verbot von Salafisten-Organisationen

Innenministerkonferenz

Jäger erwägt Verbot von Salafisten

NRW-Innenminister Ralf Jäger hat ein Verbot der Salafisten-Organisationen ins Gespräch gebracht. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

Innenministerkonferenz

Jäger erwägt Verbot von Salafisten

Streitpunkt Vorratsdaten

EU-Kommission wird Deutschland verklagen

Nach Niederlage in NRW-Wahl

Röttgen verzichtet auf Landtagsmandat

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) will auch nach neuen Plagiatsvorwürfen die Bewertung der Universität Düsseldorf abwarten. Sie soll in ihrer Doktorarbeit abgeschrieben haben. mehr

 
 

Streitpunkt Vorratsdaten

EU-Kommission wird Deutschland verklagen

 

Merkel nur noch knapp vorn

Kraft stürmt die Beliebtheits-Charts

 

Ramsauers Vorschlag abgeblockt

Merkel erteilt Pkw-Maut klare Absage

 

"Dänen"-Ampel in Schleswig-Holstein

Grüne bekommen Finanzministerium in Kiel

Top-Services