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Was macht jetzt Köln OB?: CDU streitet über Schrammas Zukunft

VON GERHARD VOOGT - zuletzt aktualisiert: 30.06.2009 - 09:13

Köln (RP). Seine Zeit als Oberbürgermeister von Köln geht zu Ende. Nach der Kommunalwahl am 30. August will Fritz Schramma eine neue Aufgabe übernehmen. Aber noch ist unklar, wie seine Zukunft aussehen soll. In der Kölner CDU ist ein Streit über die Perspektiven des scheidenden OBs entbrannt. Wechselt Schramma nach Düsseldorf?

Der frühere Lateinlehrer hatte nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs erklärt, er stehe nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Er wolle dem Stadtrat aber weiterhin angehören, möglicherweise auch die Funktion eines ehrenamtlichen Bürgermeisters übernehmen. Eine Haltung, bei der sich in der Kölner CDU mittlerweile Widerstand regt. "Das kann er nicht ernsthaft machen", sagt Lothar Theodor Lemper, der Vorsitzende des Kulturausschusses. "Ein ehemaliger Vorstandschef fängt auch nicht nochmal als Abteilungsleiter in seiner alten Firma an. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz."

Ulla Heinen, Vize-Vorsitzende der Kölner CDU, kommt es darauf an, dass Schramma sich "weiterhin für Köln einsetzen kann – wo auch immer." Als Option wird in Köln auch ein Wechsel nach Düsseldorf genannt. Der einzige Landtags-Wahlkreis, der als "sicher" für die CDU gilt, ist allerdings durch den Kölner Handwerkskammer-Chef Franz-Josef Knieps besetzt. "Ich räume meinen Platz nicht freiwillig", bekräftigte dieser im Gespräch mit unserer Zeitung. Notfalls müsse es eine Kampfabstimmung um den Wahlkreis Köln-Lindenthal geben: "Der sehe ich gelassen entgegen."

Kölns CDU-Kulturexperte Lemper kritisiert, dass es überhaupt eine "offizielle Stellensuche" für Schramma gebe. Schließlich stünden dem scheidenden OB Pensionsansprüche zu. Ein Schramma-Sprecher erklärte gestern, die Frage der weiteren Betätigung sei "völlig offen" und "derzeit kein Thema."

Quelle: RP

 
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