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"Familiensplitting" im Gespräch
CDU will Familien größere Steuervorteile gewähren
Das Ehegattensplitting in zehn Punkten
Das Ehegattensplitting in zehn Punkten FOTO: gms
Berlin. Familien sollen nach dem Willen der CDU künftig steuerlich bessergestellt werden. "Ich bin für eine Erweiterung des Ehegattensplittings zu einem Familiensplitting", sagte Familienministerin Kristina Schröder (CDU) unserer Redaktion. Von Michael Bröcker und Eva Quadbeck

Auch der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) will Familien mehr Vorteile gewähren: "Wir sollten das Ehegattensplitting nicht infrage stellen, aber wir sollten es um Elemente eines Familiensplittings erweitern. Das sollte die CDU in einem Wahlprogramm hervorheben."

Das Ehegattensplitting nutzt vor allem Familien, in denen nur ein Partner ein hohes Einkommen hat. Familiensplitting bezeichnet eine Besteuerungsmethode, bei der das Einkommen von Eltern und unterhaltsberechtigten Kindern zusammengefasst und gemeinsam versteuert wird. Vom Familiensplitting würden Familien umso mehr profitieren, je höher ihr Einkommen und je höher ihre Kinderzahl ist.

Nach dem Ansatz der CDU sollen die heutigen Regelungen des Ehegattensplittings nicht angetastet werden. Das heißt, niemand soll künftig schlechter dastehen. Beim Umbau zum Familiensplitting müsse genau hingeschaut werden, "welche Familien von welcher Regelung auch wirklich etwas haben", mahnte Ministerin Schröder.

Für Familien mit kleineren und mittleren Einkommen wären die Auswirkungen "nicht so günstig". Ein Umbau werde, "ganz egal für welches Modell man sich am Ende entscheidet, immer Geld kosten".

Auf dem CDU-Parteitag ab Montag in Hannover wird das Ehegattensplitting auch für Diskussionsstoff sorgen, weil eine Gruppe von Abgeordneten das Steuerprivileg auch für homosexuelle Lebenspartnerschaften fordert. Dagegen gibt es teils heftigen Widerstand.

Quelle: RP/felt
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