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Verärgerung über Dalai-Lama-Besuch: China sagt Dialog mit Zypries ab

zuletzt aktualisiert: 22.09.2007 - 18:24

Berlin (RPO). Der geplante Besuch des Dalai Lama bei Bundeskanzlerin Angela Merkel droht das Verhältnis zwischen China und Deutschland zu belasten. Ein Treffen mit Bundesjustizministerin Brigitte Zypries sagte die Regierung in Peking ab - offiziell aus "technischen Gründen".

Das Treffen hätte am Sonntag in München stattfinden sollen. Eine Justizsprecherin in Berlin bestätigte am Samstag eine entsprechende Meldung von "Spiegel Online".

In der am Freitag eingegangenen Absage wurde der Besuch des Dalai Lama am Sonntag nicht erwähnt, hieß es. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter wird erstmals im Bundeskanzleramt empfangen, wobei Merkel das Treffen als privaten Gedankenaustausch im Rahmen ihrer Treffen mit Religionsführern verstanden wissen will.

Davor hatte Peking dem Dalai Lama allerdings in ungewöhnlich scharfer Form "Abspaltungsaktivitäten" vorgeworfen und aus Protest den deutschen Botschafter einbestellt.

Am Sonntag hätte in München ein Treffen deutsch-chinesischer Regierungsvertreter Rechtsstaatsdialogs beider Länder beginnen sollen. Bis Dienstag wollten Deutsche und Chinesen über das Thema "Schutz des geistigen Eigentums" sprechen. Auch eine Rede der deutschen Justizministerin Brigitte Zypries war vorgesehen.

Für Peking ist das autonome Gebiet Tibet ein Teil Chinas. Die chinesische Armee war 1951 in Tibet einmarschiert. Nach einem fehlgeschlagenen Aufstand der Bewohner flüchtete der Dalai Lama nach Indien, wo er seit 1959 in Dharamsala eine Exil-Regierung führt.

Quelle: ap

 
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