Früherer RAF-Terrorist: Christian Klar kann bald mit Haftlockerungen rechnen
zuletzt aktualisiert: 18.02.2007 - 18:38Berlin (RPO). Der frühere RAF-Terrorist Christian Klar kann laut einem Fernsehbericht bald mit Vollzugslockerungen rechnen. Dazu zählen nach Informationen der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" bewachter Ausgang bis hinzum regulären Freigang. Klar solle sich dadurch schrittweise wieder an die Freiheit gewöhnen.
Derzeit werde auf der Grundlage eines Gutachtens, das für das baden-württembergische Justizministerium erstellt worden sei, ein Vollzugsplan für Klar bis zum Ende seiner Haftzeit ausgearbeitet, hieß es in der am Sonntag ausgestrahlten Sendung. Für Klar bedeute dies Hafterleichterungen bis zum Ende seiner Mindesthaftzeit im Januar 2009.
Der Intendant des Berliner Ensembles, Claus Peymann, bot Klar einen Ausbildungsplatz im Theater an, wie es in der Sendung weiter hieß. Dies sei zwar eine unpopuläre Maßnahme, die durchaus auf Kritik stoße, sagte Peymann. Für ihn sei dieses Angebot aber ein Akt der Nächstenliebe.
Bundespräsident Horst Köhler prüft zur Zeit ein Begnadigungsgesuch des ehemaligen RAF-Terroristen. Seine Komplizin Brigitte Mohnhaupt kommt nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts in Stuttgart schon Ende März frei. Die Richter gaben am vergangenen Montag ihrem Antrag statt, nach 24 Jahren Haft vorzeitig auf Bewährung entlassen zu werden.
Mohnhaupt hat nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" schon mehrmals das Gefängnis in Aichach verlassen. In den vergangenen fünf Jahren habe sie regelmäßig ihren früheren Gefängnis-Seelsorger Siegfried Fleiner im bayerischen Traunstein besucht. Zuletzt trafen sich beide im September 2006. "Wir haben zusammen gegessen und dann ausgedehnte Spaziergänge unternommen", sagte Fleiner der Zeitung. Zwei Beamte der Justizvollzugsanstalt seien immer dabei gewesen.
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