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24. Januar 2006: In der nordirakischen Stadt Beidschi werden zwei deutsche Ingenieure aus dem Raum Leipzig von bewaffneten Männern verschleppt. René Bräunlich und Thomas Nitzschke arbeiten für den Anlagenbauer Cryotec aus Bennewitz bei Wurzen.
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27. Januar: Ein drei Tage altes Video, das der Sender Al Dschasira ausstrahlt, ist das erste Lebenszeichen der beiden jungen Männer. Darauf rufen Bräunlich und Nitzschke die Regierung in Berlin auf, alles zu tun, um ihre Freilassung zu erreichen. Bundeskanzlerin Angela Merkel verurteilt die grausame Entführung aufs Schärfste und fordert die sofortige Freilassung.
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30. Januar: Der Krisenstab hat nach eigenen Angaben weiterhin keine Erkenntnisse, wer die beiden Deutschen verschleppt hat. Außenminister Frank-Walter Steinmeier erklärt, Zuordnungen, ob die Entführung eher religiöse, politische oder kriminelle Hintergründe habe, ließen sich derzeit nicht vornehmen. Belastbare Kriterien für eine solche Einordnung lägen noch nicht vor.
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31. Januar: Die Kidnapper drohen nach Angaben des Senders Al Dschasira mit der Ermordung ihrer Geiseln und stellen ein Ultimatum von 72 Stunden. Auf einem zweiten Video verlangen die Geiselnehmer von der Bundesregierung, ihre Botschaft in Bagdad zu schließen, alle deutsche Firmen aus dem Land abzuziehen sowie die Zusammenarbeit mit der irakischen Regierung zu beenden. Das Auswärtige Amt nennt das Video ein "erneutes Zeugnis eines menschenverachtenden Verbrechens".
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Seitdem ist es beängstigend ruhig geworden um die beiden Entführten Deutschen. Weder hat die Bundesregierung bei ihren Ermittlungen Erfolg gehabt noch meldeten sich die Entführer. Die Angst bleibt.