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Umfrage in Bayern: CSU dank Guttenberg bei 45 Prozent

zuletzt aktualisiert: 04.01.2011 - 14:22

München (RPO). Die CSU befindet sich einer neuen Umfrage zufolge in der Wählergunst im Aufwind. Nach einer Erhebung des Emnid-Instituts käme die CSU auf ein Ergebnis von 45 Prozent, wenn jetzt Landtagswahl in Bayern wäre. Zugpferd der Partei ist der Umfrage zufolge Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.

Das Ergebnis der Umfrage, die die "Bild"-Zeitung in Auftrag gegeben hatte, sorgt bei der CSU für gute Stimmung Generalsekretär Alexander Dobrindt sagte am Dienstag: "Wir freuen uns über die gute Zustimmung der Menschen in Bayern für unsere politische Arbeit." Die Umfrage dokumentiere, dass die CSU mit ihren Themen und Lösungskonzepten richtig liege.

Bei der Landtagswahl 2008 hatte die CSU nur 43,4 Prozent erreicht. Sie war wegen des Verlusts ihrer absoluten Mehrheit erstmals seit 1962 in Bayern auf einen Koalitionspartner angewiesen. Diese Schlappe brachte den damaligen Ministerpräsidenten Günther Beckstein und den seinerzeitigen CSU-Chef Erwin Huber um ihre Posten.

Dem akutellen CSU-Chef Horst Seehofer nimmt die Umfrage vermutlich etwas  den Druck. Denn Seehofer möchte im Herbst erneut für das Spitzenamt kandidieren. Ihm waren schwierige Zeiten für den Fall sinkender Werte vorausgesagt worden. Für neue Personaldebatten könnte allerdings sorgen, dass die CSU ihr jetziges Stimmungshoch vor allem der Popularität von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg verdankt.

Guttenberg als Nummer 1

Bei der Umfrage gaben sogar 80 Prozent der CSU mit Guttenberg als Nummer 1 deutlich bessere Chancen als mit Seehofer (12 Prozent). Diese Präferenz wurde auch bei der Frage deutlich, mit wem die CSU bei der Landtagswahl 2013 als Spitzenkandidat antreten sollte: 71 Prozent sprachen sich für Guttenberg aus, nur 20 Prozent für den jetzigen Ministerpräsidenten Seehofer.

Ferner bescheinigten 79 Prozent der Befragten dem Verteidigungsminister "eher gute Politik", nur 12 Prozent "eher schlechte Politik". Dagegen beurteilten 47 Prozent die Arbeit Seehofers als "eher schlecht", 40 Prozent als "eher gut".

Emnid-Chef Klaus-Peter Schöppner sagte: "Die CSU ist wieder wer - dank Karl-Theodor zu Guttenberg. Er ist eindeutig das politische Zugpferd in Bayern." In keinem anderen Bundesland sei "die Nummer 1 so eindeutig die Nummer 2 wie in Bayern". Schöppner fügte hinzu, mit Guttenberg "wäre 2013 sogar wieder die absolute Mehrheit möglich".

SPD in Bayern nur bei 18 Prozent

Das Emnid-Institut hatte im Zeitraum vom 10. bis zum 30. Dezember rund 1000 Bürger in Bayern befragt. Die SPD kam bei der sogenannten Sonntagsfrage auf 18 Prozent. Es folgen die Grünen mit 16 Prozent und die Freien Wähler mit 6 Prozent. Die Linke liegt im Freistaat derzeit bei 5 Prozent.

Der Berliner CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich hält künftig sogar Wahlergebnisse von mehr als 50 Prozent für seine Partei wieder für möglich. Er mahnte zugleich: "Wir haben überhaupt keinen Anlass, Personaldebatten zu führen." Seehofer genieße in der CSU "einen starken Rückhalt". Friedrich fügte hinzu: "Er hat bei allen entscheidenden politischen Themen den Nerv der Partei getroffen: Etwa bei der Zuwanderung, bei der Integration, auch in der Wirtschafts- und Sozialpolitik."

Allerdings bezeichnete der Chef des Forsa-Instituts, Manfred Güllner, neben der FDP auch die CSU als "Problemfall" der Berliner Koalition. Nach seiner Einschätzung wird die CSU immer schwächer: "Ihre Führung hat falsch eingeschätzt, dass sie mit Klamauk und Konflikten in Berlin kein Vertrauen in Bayern zurückgewinnt."

Quelle: apd/csh/dapd

 
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