Wirbel um Wortwahl des Bischofs: CSU-Fraktionschef kritisiert Mixa-Sprecher
zuletzt aktualisiert: 23.10.2007 - 13:14München (RPO). In den Streit zwischen der katholischen Kirche und den Grünen hat sich nun der neue CSU-Fraktionschef Georg Schmid eingemischt. Er kritisiert den Sprecher des Augsburger Bischofs Walter Mixa. "Das war eine unmögliche Äußerung. Ich hoffe, dass sie zurückgenommen wird", sagte Schmid über die Aussage von Bistumssprecher Dirk Hermann Voß.
Dieser hatte Grünen-Chefin Claudia Roth vorgeworfen, ihre Wortwahl erinnere an Propaganda-Hetze der Nationalsozialisten gegen die katholische Kirche. Roth hatte zuvor Bischof Mixa wegen seiner Positionen in der Familienpolitik als "durchgeknallten, spalterischen Oberfundi aus Augsburg" bezeichnet.
Schmid warf beiden Seiten Fehler vor. "Die Grenze zum Verletzen ist in beiden Fällen überschritten worden. Wir müssen uns gegenseitig achten", sagte Schmid. Er hatte bereits eine Entschuldigung von Roth gefordert. "Wir brauchen einen vernünftigen Stil in der Politik. Man darf hart in der Sache sein, muss aber Grenzen einhalten", meinte der CSU-Fraktionschef.
In den Streit hatte sich auch die Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, eingeschaltet und den Kirchen-Sprecher für den Vergleich mit NS-Propaganda kritisiert.
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