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Integrationsdebatte: CSU-General Dobrindt gießt Öl ins Feuer

zuletzt aktualisiert: 14.10.2010 - 17:01

München (RPO). Im Streit um Integrationsverweigerer, Migranten und Zuwanderung hat CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt die Forderung seines Parteichefs Horst Seehofer bekräftigt, Zuwanderung aus bestimmten Kulturkreisen zu beenden.

"Wir haben eine Million Integrationsverweigerer in Deutschland. Die Konsequenz daraus kann nicht sein, dass wir noch mehr potenzielle Integrationsverweigerer ins Land holen", schrieb Dobrindt in einem am Donnerstag veröffentlichten Beitrag für die CSU-Zeitung "Bayernkurier". "Deshalb darf es in Deutschland künftig keine Zuwanderung aus Kulturkreisen geben, die unsere deutsche Leitkultur ablehnen."

Die deutsche Leitkultur sei das Christentum mit seinen jüdischen Wurzeln, geprägt von Antike, Humanismus und Aufklärung, schrieb Dobrindt. "Wer zu uns kommt, muss unsere Leitkultur respektieren. Das würden wir umgekehrt auch so machen, wenn wir in einem anderen Land leben und arbeiten würden."

Die Grünen hätten "mit ihrem gestörten Verhältnis zu unseren christlichen Werten und zur deutschen Leitkultur" eine gehörige Mitschuld daran, dass es "so viele Integrationsverweigerer" in Deutschland geben. "Wer wie die Grünen der gescheiterten Multikulti-Ideologie nachhängt, Kreuze aus den Klassenzimmern verbannen und islamische Feiertage einführen will, der fördert Parallelgesellschaften und behindert Integration."

CSU-Chef Seehofer hatte eine heftige Debatte mit seiner Forderung ausgelöst, die Zuwanderung von Fachkräften aus der Türkei und aus arabischen Staaten zu stoppen. Eine etwa von der Türkischen Gemeinde in Deutschland geforderte Entschuldigung für diese Forderung lehnte Seehofer ab.

Quelle: AFP/felt
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