Widerstand: CSU in Brüssel will die Glühbirne retten
zuletzt aktualisiert: 15.01.2009 - 07:45Brüssel (RP/RPO). Die CSU-Europagruppe will die Abschaffung der Glühbirne verhindern. Dies kündigte der Vorsitzende Markus Ferber an. Er bezeichnete das von der EU-Kommission und den EU-Staaten vorgeschlagene Verbot als "umweltpolitisch sinnlos".
"Bereits in den nächsten zwei Monaten wird das Europäische Parlament über das Glühbirnenverbot abstimmen. Es gibt keinen Grund, weshalb diese Frage europaweit geregelt werden muss, schon gar nicht durch ein hinter verschlossenen Türen tagendes Beamtengremium", so der CSU-Politiker. Die neuen Energiesparlampen enthielten Quecksilber und müssten als Sondermüll entsorgt werden.
Anfang Dezember hatte die EU das Aus für die herkömmliche Glühbirne in Europa beschlossen. Grund: der hohe Stromverbrauch. Ab September soll sie stufenweise vom Markt genommen werden. Ab dem 1. September 2012 soll es nur noch Energiesparbirnen in den Läden geben.
Nach dem Beschluss des für Ökodesign zuständigen EU-Ausschusses wird am 1. September 2009 zunächst der Verkauf von 100-Watt-Birnen untersagt. Ab September 2010 folgen 75-Watt-Birnen, ein Jahr später die mit 60 Watt. Ab 2012 wird dann auch der Verkauf der letzten 40- und 25-Watt-Birnen untersagt. Europaparlament und Ministerrat müssen dem noch zustimmen.
Mit der Umstellung auf Energiesparbirnen will die EU dem Beispiel von Australien und Kalifornien folgen und zur Erfüllung ihrer ehrgeizigen Klimaziele beitragen. Die EU will bis 2020 ein Fünftel der Treibhausgase einsparen und zugleich die Energie-Effizienz um 20 Prozent erhöhen.
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