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Huber soll kommen - Seehofer gehen: CSU plant angeblich Postenwechsel in Berlin

zuletzt aktualisiert: 12.06.2007 - 11:11

München (RPO). Um die CSU-Posten im Bundeskabinett wuchern wilde Gerüchte. Einem Medienbericht zufolge gibt es in der bayerischen Union Überlegungen, Erwin Huber ins Bundeskabinett zu entsenden. Leidtragender wäre voraussichtlich Horst Seehofer.

Dies berichtet am Dienstag die "Leipziger Volkszeitung". Huber solle im Herbst im Falle seiner Wahl zum CSU-Chef als neuer Bundeswirtschaftsminister nach Berlin gehen. Der derzeitige Amtsinhaber Michael Glos (CSU) würde danach das Verteidigungsressort von Franz Josef Jung (CDU) übernehmen, Jung wiederum würde Nachfolger von Seehofer im Agrarministerium werden. In der CSU-Spitze gehe man davon aus, "dass für diesen Fall Seehofer nicht mehr zu halten sei".

Bayerns Innenminister Günther Beckstein will indes nach seiner Wahl zum neuen Ministerpräsidenten den "klaren bundespolitischen Anspruch" seiner Partei hervorheben. Beckstein sagte der "Süddeutschen Zeitung": "Da die CDU-Vorsitzende zugleich Kanzlerin ist, kann sich die CDU nicht so sehr als Avantgarde der Politik verstehen." Das "Entwickeln von Visionen" sei daher Aufgabe der CSU.

Auch der Kandidat für den CSU-Vorsitz, Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber, betonte, der bundespolitische Anspruch seiner Partei sei "völlig unbestritten". Er fügte in der "Passauer Neuen Presse" hinzu: "Als möglicher CSU-Vorsitzender stehe ich dafür, die Stärke der CSU auf allen politischen Ebenen kraftvoll zur Geltung zu bringen."

Huber versicherte, er gehe "wirklich optimistisch" der Entscheidung im Wettstreit mit Bundesagrarminister Horst Seehofer um den Parteivorsitz entgegen. Er bekomme "viel Unterstützung und Ermunterung aus der CSU heraus".

Quelle: afp

 
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