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Kampfabstimmung: CSU-Spitze befürchtet Seehofer-Debakel

zuletzt aktualisiert: 04.08.2007 - 12:20

München (RPO). CSU-Spitzenpolitiker machen sich offenbar Sorgen um die Zukunft Horst Seehofer. Die Unterstützung "für den Horst schwindet gefährlich" und sei "kaum noch messbar", so Münchens CSU-Chef Otmar Bernhard. Seehofer selbst gibt sich locker.

Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Ingo Friedrich mahnte, Seehofer müsse auch nach dem Parteitag Ende September "zum Wohle der CSU unbeschädigt weiterarbeiten können".

Die CSU-Spitze will versuchen, Seehofer auch nach seiner erwarteten Niederlage gegen Erwin Huber weiter in die Parteiführung einbinden. Er soll auf dem Wahlparteitag Ende September erneut zum stellvertretenden Parteichef gewählt werden. Allerdings gibt es Befürchtungen, dass Seehofer bei einer zu deutlichen Schlappe bei der Abstimmung für das Spitzenamt nicht mehr als Vize antreten wolle.

"Wir brauchen auch nach der Wahl beide: Erwin Huber und Horst Seehofer", sagte Friedrich. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" sollen bereits zwei bayerische Landesminister an Parteitagsdelegierte herangetreten sein, um herauszufinden, ob diese nicht doch eventuell "den Horst unterstützen könnten".

Der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Peter Ramsauer, hält es für möglich, dass Seehofer von den zahlreichen Artikeln über seine Ex-Freundin sogar profitieren kann. "Ein solches mediales Trommelfeuer kann irgendwann auch umschlagen zu Gunsten des Angeklagten", sagte Ramsauer. Das Rennen zwischen Bundesagrarminister Seehofer und Bayerns Wirtschaftsminister Huber bezeichnete Ramsauer als offen: "Bis zum Parteitag sind es noch sieben Wochen. Da kann viel passieren."

Auch Seehofer selbst will nach den negativen Schlagzeilen um sein Privatleben den Kampf um den CSU-Vorsitz nicht vorzeitig aufgeben. Die Wahrheit liege "in der Wahlurne", sagte Seehofer. Er sei schon oft voreilig abgeschrieben worden.

Quelle: afp

 
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