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Daniel Günther in Porträt
Politikwissenschaftler, Katholik, Wahlsieger

Daniel Günther: Politikwissenschaftler, Katholik, Wahlsieger
Daniel Günther lässt sich am Sonntagabend in Kiel feiern. FOTO: rtr, FBI/MDA
Kiel. Daniel Günther ist mit der CDU deutlicher Gewinner der Landtagswahl in Schleswig-Holstein. Bundesweit ist Günther eher unbekannt. Der Wahlsieger im Kurz-Porträt.

Der Katholik ist seit 2014 Vorsitzender seiner Fraktion im Kieler Landtag und seit 2016 auch CDU-Landesvorsitzender. Der 43 Jahre alte Politikwissenschaftler hat die klassische CDU-Karriere hinter sich, war Kreisvorsitzender der Jungen Union, später Ortsvorsitzender.
Günther ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt in Eckernförde an der Ostsee.

Im Kieler Landtag, dem er seit 2009 angehört, war er bislang der einzige bekennende Katholik. "Der Glaube ist für mich wahnsinnig wichtig, auch bei meiner politischen Arbeit", sagte er einmal im Wahlkampf. In seiner Heimatstadt besucht er regelmäßig die katholische Kirche.

Besuch beim Papst in Rom

2016 begleitete er den damals amtierenden Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD) auf einem Besuch bei Papst Franziskus in Rom. Günther sprach von einem "einzigartigen Erlebnis", bei dem er das Bild eines Kirchenfensters aus seiner Heimatgemeinde Eckernförde von Franziskus segnen ließ. Ebenfalls im Jahr 2016 sprach er sich für die Aufnahme eines Gottesbezugs in die schleswig-holsteinische Landesverfassung aus. Das Vorhaben scheiterte allerdings im Landtag.

Schon als Oppositionsführer ließ Günther, der bislang noch vielen Schleswig-Holsteinern unbekannt ist, keine Gelegenheit aus, die SPD-geführte Landesregierung zu attackieren. Im Wahlkampf machte er sich unter anderem für die Rückkehr vom acht- zum neunjährigen Ausbildungsweg zum Abitur stark und forderte eine Aufstockung der Polizei.

(csi/KNA)
 
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