Andrea Ypsilanti ist Landesvorsitzende der SPD in Hessen. Als SPD-Spitzenkandidatin rang sie mehrere Monate lang um das Amt der Ministerpräsidentin.
Sie forderte Hessens Ministerpräsidenten Roland Koch heraus. Den Weg zum Erfolg hatte sie sich zu Beginn des Wahlkampfes wohl nicht derart steinig vorgestellt.
Die 51-Jährige wird zum linken Spektrum der SPD gezählt. Trotzdem schloss sie vor der Landtagswahl ein Bündnis mit den Linken aus. Schon damals war fraglich, ob sie bei einem greifbaren Machtwechel ihr Wort halten werde.
Ypsilanti hält auch den Fraktionsvorsitz inne.
Bundesweit bekannt wurde Andrea Ypsilanti 2003, als sie sich gegen die "Hartz-Reformen" von Bundeskanzler Gerhard Schröder positionierte. Sie kritisierte diese als sozial unausgewogen.
Im Wahlkampf bekam sie zunächst bundespolitische Unterstützung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier.
Augewachsen ist sie in Rüsselsheim. Nach dem Abitur arbeitete sie zuerst als Sekretärin, danach war sie als Stewardess bei der Lufthansa beschäftigt.
Nach ihrer Scheidung 1992 behielt sie den Namen ihres griechischen Mannes. Heute lebt sie mit ihrem Lebensgefähren und dem gemeinsamen Sohn in Frankfurt.
Zwar unterstützten die Linken Ypsilanti bei einer Probeabstimmung der Wahl zur Ministerpräsidentin, doch Anfang November scheiterte die Wahl am Widerstand vierer SPD-Abgeordneter.