Karl-Theodor zu Guttenberg ist der beliebteste Minister Deutschlands. Er verkörpert gerne Entschlusskraft, pocht auf Prinzipien und nutzt immer wieder die Medien als politisches Sprachrohr, bevorzugt die Bild-Zeitung.
Er wurde am 5. Dezember 1971 in München geboren, machte in Rosenheim Abitur. Sein Jura-Studium schloss Guttenberg mit einem Prädikatsexamen ab, sein Studium mit einem "summa cum laude".
Seit dem Jahr 2000 ist der Adelige mit Stephanie Gräfin von Bismarck-Schönhausen verheiratet, einer Nachfahrin Otto von Bismarcks.
Horst Seehofer gilt als Guttenbergs politischer Ziehvater. Inzwischen würde sich die CSU lieber heute als morgen Guttenberg an Seehofers Stelle wünschen.
Guttenberg hat Eigenschaften, die ihm im politischen Betrieb zugute kommen: Er kann unfallfrei sprechen, besitzt eine schnelle Auffassungsgabe und gilt als strategischer Denker.
Am 10. Februar 2009 zog er ins Bundes-Kabinett ein und übernahm nach dem Rücktritt von Michael Glos den Posten des Bundes-Wirtschaftsministers. Im Streit um die Opel-Rettung soll er (erfolglos) mit seinem Rücktritt gedroht haben.
Guttenberg entstammt einem alten fränkischen Adlesgeschlecht. 1158 wurde es erstmals urkundlich erwähnt. Sein Urgroßonkel pflegte enge Kontakte zu den NS-Widerstandskämpfern des Kreisauer Kreises.
Am 28. Oktober 2009 der nächste Karriere-Schritt: Guttenberg wurde als Nachfolger von Franz-Josef Jung zum neuen Verteidigungsminister ernannt.
Mit 38 Jahren ist er der jüngste Verteidigungsminister in der Geschichte der Bundesrepublik.
Ersten Gegenwind verspürte der "Shootingstar" der deutschen Politiker-Szene, als er sich im Rahmen des Luftangriffs der Bundeswehr in Kundus mitverantworten sollte. 2011 entwickelte sich der Bundeswehr-Skandal um die Zustände auf der "Gorch Fock" zur Bedrohung. Der Minister entließ den Kapitän und ordnete umfassende Untersuchungen an.