Höhere Renten für Mütter: "Das ist mit der FDP nicht machbar"
zuletzt aktualisiert: 06.12.2011 - 07:49Düsseldorf (RPO). Die Pläne der Union, Müttern eine höhere Rente zu zahlen, stoßen beim liberalen Koalitionspartner auf entschiedenen Widerstand. Das Vorhaben sei nicht durch den Koalitonsvertrag gedeckt, mahnte FDP-Generalsekretär Christian Lindner gegenüber unserer Redaktion an.
"Das Betreuungsgeld war Bestandteil eines Kompromisses", sagte FDP-Generalsekretär Christian Lindner unserer Redaktion. "Wenn die CDU für den Frieden in den eigenen Reihen noch zusätzliche Leistungen wie erhöhte Rentenansprüche diskutiert, dann ist dies weder durch die aktuellen Beschlüsse des Koalitionsausschusses noch durch den Koalitionsvertrag gedeckt."
Auch der haushaltspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Otto Fricke, sprach sich gegen höhere Rentenansprüche für Mütter aus. Die Liberalen seien gegen Beschlüsse, "die dauerhaft zu Mehrausgaben in Milliardenhöhe führen", sagte Fricke der "Bild"-Zeitung. Künftige Generationen dürften nicht noch stärker belastet werden.
"Das ist mit der FDP nicht machbar", sagte Fricke.
Auch Haushaltspolitiker der Union haben sich bereits skeptisch zu den von ihrer Partei eingebrachten Überlegungen geäußert, Müttern für die Erziehung von Kindern höhere Rentenansprüche zuzubilligen. Die bisherigen Überlegungen zielen darauf, dass die Erziehung von Kindern mit drei Jahren statt wie bisher einem Jahr auf die Rente angerechnet wird. Dies könnte den Staat mehrere Milliarden Euro im Jahr kosten.
Die Union will für die Erziehung von vor 1992 geborenen Kindern drei Jahre statt wie bisher ein Jahr auf die Rente von Müttern anrechnen.
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