Nikolaus Schneider ist der neue Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Präsens der Kirche im Rheinland. Nach dem Rücktritt von Margot Käßmann übernahm er als ihr Stellvertreter kommissarisch das Amt. Hier predigt Schneider beim Open-Air-Gottesdienst während des 31. Evangelischen Kirchentags.
1947 wurde Nikolaus Schneider als Sohn eines Stahlarbeiters im Ruhrgebiet geboren. Mittlerweile wohnt der 62-jährige verheiratete Vater von drei Kindern in Düsseldorf.
Nach dem Abitur in Duisburg studierte Schneider evangelische Theologie in Wuppertal, Göttingen und Münster. 1976 wurde er ordiniert.
Seitdem war er als Pfarrer in mehreren Gemeinden tätig. Er veröffentlichte verschiedene Bücher und Schriften. Für seinen Vorgänger, Präses Manfred Kock, schrieb Nikolaus Schneider die Festschrift „Medienethik“. 2003 übernahm er dessen Amt. Hier gratuliert ihm der ehemalige nordrhein-westfaelische Innenminister Fritz Behrens (SPD) beim Amtsantritt.
Der umtriebige Theologe besuchte auch streikende Mitarbeiter der Firma Gate Gourmet am Düsseldorfer Flughafen. Seit 2003 ist Nikolaus Schneider Mitglied des Rates der EKD. Zwei Jahre später wurde er Vorsitzender des Aufsichtsrates des Evangelischen Entwicklungsdienstes. Seit 2009 ist Schneider Vorsitzender des Diakonischen Rates der EKD.
Anlässlich des Tags der Deutschen Einheit predigte Nikolaus Schneider 2009 im ökumenischen Gottesdienst in der Ludwigskirche in Saarbrücken zusammen mit dem Trierer Bischof Stephan Ackermann.
Nikolaus Schneider möchte sich genau wie Margot Käßmann nicht nur auf kirchliche Angelegenheiten beschränken, sondern durchaus auch zu politischen Themen Stellung beziehen. Darüber scheint auch Katrin Goering-Eckardt von den Grünen froh zu sein.