Ostbeauftragter Tiefensee: "DDR-Geschichte muss auf den Stundenplan"
zuletzt aktualisiert: 18.06.2009 - 13:12Berlin (RPO). Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Tiefensee (SPD), fordert mehr DDR-Geschichte im Schulunterricht. Der Minister appellierte an die Kultusminister der Länder, an Lehrer und Zeitungen, sich bundesweit stärker für die Verankerung der DDR-Geschichte in der Lehrplänen zu engagieren.
"Die DDR-Geschichte muss mehr auf den Stundenplan. Wir müssen gewährleisten, dass jeder Schüler, der seinen Abschluss macht, etwas über die deutsch-deutsche Geschichte weiß", sagte Tiefensee am Donnerstag in Berlin bei einem Treffen mit 15 ehemaligen Bürgerrechtlern und 150 Schülern.
Zu diesem Zweck sollen laut Tiefensee die aktuellen Lehrpläne überarbeitet werden. Es sollten "mehr Demokraten und Demonstranten und weniger Könige und Kaiser" auf dem Stundenplan stehen.
"Wenn wir heute und in Zukunft Demokratie und das Gemeinwesen stärken wollen, müssen wir über die Zeit vor 1989 sprechen, die Erfahrungen einer Diktatur einbringen in die Gegenwart", betonte der SPD-Politiker.
Gemeinsam mit der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur rief Tiefensee DDR-Bürgerrechtler und Zeitzeugen der friedlichen Revolution auf, sich zum 9. November 2009 bei ihren ehemaligen Schulen zu melden und dort für Diskussionen zur Verfügung zu stehen.
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