| 13.27 Uhr

Festnahme von Jaber al Bakr
De Maizière spricht Polizeihelfern doch noch Lob aus

De Maizière spricht Polizeihelfern nun doch Lob aus
Der Innenminister hat seine Dankesbekundung nachgeholt. FOTO: dpa, mkx kno
Berlin. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wird vorgeworfen, den drei syrischen Bezwingern des Terrorverdächtigen Jaber al Bakr nicht ausdrücklich gedankt zu haben.

Am Mittwoch hat sich der Minister auf Nachfrage nun geäußert – und er blieb seiner zurückhaltenden Art treu: "Wenn Menschen, die bei uns leben, bei öffentlichen Fahndungsaufrufen den Sicherheitsbehörden helfen – und das möglicherweise auch unter Inkaufnahme einer Gefahr für sie selbst –, dann verdient das Lob und Anerkennung", sagte er.

Keine Vorzugsbehandlung

Forderungen nach einer Vorzugsbehandlung für die drei Flüchtlinge aus Syrien beantwortete de Maizière mit dem Hinweis, die drei Männer hätten bereits Flüchtlingsschutz. Die Verfahren seien "positiv abgeschlossen". Über eine etwaige Ordensverleihung an die drei Syrer müsse Bundespräsident Joachim Gauck entscheiden, erwiderte de Maizière auf eine entsprechende Anregung.

Al-Bakr war in der Nacht zum Montag in Leipzig von Landsleuten, bei denen er offenbar übernachten wollte, mit einem Verlängerungskabel gefesselt worden. Anschließend informierten die Männer die Polizei, die den Verdächtigen schließlich festnahm. Er soll einen Anschlag vorbereitet haben.

Tauber: "Helfer sind Helden"

CDU-Generalsekretär Peter Tauber bezeichnete die drei Syrer als "Helden". Aus der SPD kam die Forderung, de Maizière solle sich mit den drei Männern persönlich treffen. Dazu wollte sich de Maizière nicht explizit äußern.

(bur/AFP)
 
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