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Auch personelle Neuausrichtung: De Maizière will Islamkonferenz umstrukturieren

zuletzt aktualisiert: 02.03.2010 - 08:50

Frankfurt/Main (RPO). Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) plant laut einer Ministeriumssprecherin eine "strukturelle Neuausrichtung" der Deutschen Islamkonferenz (DIK). Diese werde sich auch an einer neuen personellen Zusammensetzung zeigen, sagte die Sprecherin.

 Foto: ddp, ddp
Foto: ddp, ddp

Das berichtete die "Frankfurter Rundschau". Einzelheiten über die Neuausrichtung wurden zunächst nicht bekannt. De Maizière werde die Teilnehmer der Konferenz am Donnerstag vorstellen, so die Sprecherin.

Islamkritiker befürchten laut der Zeitung, dass vor allem unabhängige, liberale Teilnehmer der ersten Runde nicht mehr eingeladen werden. Die islamkritische Autorin Necla Kelek und der Islamwissenschaftler und hessische Kulturpreisträger Navid Kermani sowie die Gründerin der Initiative Säkularer Muslime in Hessen, Ezhar Cezairli, bestätigten dem Blatt, dass sie bisher nicht zur zweiten Runde der Konferenz eingeladen seien.

Auch die Gegenseite befürchte Umbesetzungen, schreibt die Zeitung. Der Vorsitzende des konservativen Islamrats für Deutschland, Ali Kizilkaya, sagte demnach, er habe bisher kein Signal vom Ministerium erhalten. Teilnehmern zufolge könnte das an der engen Verbindungen des Islamrats zur umstrittenen Moscheegemeinde Milli Görüs liegen. Dessen Generalsekretär Oguz Ücüncü warnte, den Islamrat auszuladen: "Eine Islamkonferenz ohne den deutschen Islamrat wäre keine Islamkonferenz."

Quelle: AFP/das

 
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