Betriebsräte und Management: Debatten um Sanierungspläne bei Opel
zuletzt aktualisiert: 01.02.2010 - 10:43Rüsselsheim (RPO). Betriebsräte des Autoherstellers Opel sind am Montag in der Nähe von Rüsselsheim zu internen Beratungen über die Sanierung des Unternehmens zusammengekommen. Wie aus unternehmensnahen Kreisen verlautete, sollen am Mittag Vertreter des Opel-Managements, darunter auch Firmenchef Nick Reilly dazustoßen. Beide Seiten wollen über die Forderung Reillys nach einem Lohnverzicht der Belegschaft verhandeln.
Das Unternehmen fordert von den Beschäftigten einen Verzicht auf 265 Millionen Euro pro Jahr. Zudem sollen die europäischen Staaten 2,7 Milliarden Euro finanzieller Hilfen bereitstellen. Wichtigster Streitpunkt ist derzeit die Schließung des belgischen Opel-Werks in Antwerpen. Der Betriebsrat fordert eine Sanierung ohne Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen.
Nach Angaben aus Arbeitnehmerkreisen könnte Reilly mit verschiedenen Alternativszenarien drohen, falls der Betriebsrat einen Lohnverzicht verweigern sollte. So könnte neben Antwerpen auch das Opel-Werk in Eisenach 2012 geschlossen werden. Darüber hinaus könnte die Produktionskapazität weiterer Opel-Werke reduziert werden. Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz soll nach unbestätigten Informationen über die entsprechenden Alternativpläne bereits auf einer Telefonkonferenz von Betriebsräten vor zwei Wochen berichtet haben.
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