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Vergleich zwischen Piratenpartei und NSDAP: Delius zieht Kandidatur für Bundesvorstand zurück

zuletzt aktualisiert: 22.04.2012 - 14:21

Berlin (RPO). Nach seinem Vergleich zwischen dem Aufstieg der Piratenpartei und dem der NSDAP zieht der parlamentarische Geschäftsführer der Piratenfraktion in Berlin, Martin Delius, seine Kandidatur für den Bundesvorstand zurück.

Martin Delius zieht seine Kandidatur für den Bundesvorstand zurück. Foto: dapd, Paul Zinken
Martin Delius zieht seine Kandidatur für den Bundesvorstand zurück. Foto: dapd, Paul Zinken

"Wegen dieser Äußerung und der unbeabsichtigt erzielten öffentlichen Wirkung" ziehe er die geplante Kandidatur für den Bundesvorstand zurück, sagte Delius dem in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel" (Montagsausgabe).

In seinem Blog bezeichnete Delius die Äußerung als "Fehler" und entschuldigte sich bei allen Piraten und Unterstützern für den Vergleich und die damit verbundene Außenwirkung. "Das Zitat ist mir wirklich so passiert und war der Schlusssatz einer Ausführung zum derzeitigen beispiellosen Wachstum der Partei", erklärte der Berliner Abgeordnete.

Die Piratenpartei und die NSDAP seien jedoch "nicht vergleichbar". "Wir haben keine strukturellen inhaltlichen oder historischen Gemeinsamkeiten."

"So wie ich unter dem Eindruck dieser Äußerung künftig wahrgenommen würde, könnte ich im Vorstand nicht mehr bewegen, was ich bewegen möchte", sagte Delius dem "Tagesspiegel." Delius hatte in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" gesagt: "Der Aufstieg der Piratenpartei verläuft so rasant wie der der NSDAP zwischen 1928 und 1933."

Die Piratenpartei hält am kommenden Wochenende ihren Bundesparteitag in Neumünster ab. Delius wollte dort ursprünglich für den Posten des politischen Geschäftsführers kandidieren.

Quelle: AFP
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