Bei einer großen Anti-Guttenberg-Demonstration in Berlin haben die Protestler sich am islamischen "Schuh-Zeigen" ein Beispiel genommen. Im islamischen Kulturkreis gilt der Schuhwurf oder das Schuh-Zeigen als Ausdruck tiefster Verachtung.
Am Zaun des Verteidigungsministeriums waren unzählige Schuhe aufgespießt. Dazu Plakate mit Rücktrittsforderungen an den Verteidigungsminister.
Der Internetaktivist Daniel Domscheit-Berg, bekannt geworden als ehemaliger Sprecher der Plattform Wikileaks, hängt ein Paar Schnürstiefel auf.
"Gib es zu und geh" oder "Kein Schutz für Betrüger!" steht auf den Plakaten und Laken geschrieben.
Eine Demonstrantin hat ihre roten Pumps in das Plakat gehackt. Das Wortspiel "Guttbye", eine Mischung aus "Goodbye" und "Guttenberg" ist zu lesen.
Mehrere hundert Bürger nahmen an der Demonstration teil.
Die zögerliche Taktik des Ministers im Umgang mit den Plagiatsvorwürfen stößt den Bürgern sauer auf. Guttenberg hatte zunächst von unhaltbaren Vorwürfen gegen seine Person gesprochen, musste dann aber doch Fehler einräumen.