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Der Fall Murat Kurnaz bewegt Deutschland. Unklar ist die Rolle des BND, ungeklärt ist auch, welche Rolle Außenminister Steinmeier gespielt hat. Eine Chronologie.
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Oktober 2001:
Murat Kurnaz mit 19 Jahren. Der Bremer Türke machte eine Lehre als Schiffsbauer. Anfang Oktober fliegt er von Frankfurt nach Pakistan und reist durchs Land. Er sagt, er wolle seine Religion kennen lernen.
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November 2001:
Bei einer Routinekontrolle ziehen pakistanische Polizisten Kurnaz aus einem Bus und übergeben ihn an US-Militärs, die ein Kopfgeld auf Taliban-Kämpfer ausgesetzt haben. Kurnaz kommt nach Kandahar, wo er angeblich von Bundeswehr-Soldaten misshandelt worden sei.
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Februar 2002:
Murat Kurnaz wird von Afghanistan ins US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba verlegt.
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Herbst 2002:
Kurnaz wird auf Guantanamo durch deutsche Geheimdienstler verhört.
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Herbst 2004:
Erstmals darf ein Anwalt Kurnaz auf Guantanamo besuchen. Das Foto zeigt Kurnaz mit seinem Anwalt vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags in Berlin.
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Januar 2006:
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt sich bei US-Präsident George W. Bush für die Freilassung Kurnaz`ein.
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August 2006:
Kurnaz darf nach Deutschland zurück. Das Bild zeigt ihn nach seiner Rückkehr bei seiner Mutter in Bremen.
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Januar 2007Kurnaz sagt erstmals vor den Untersuchungsausschüssen des Bundestags aus. Seine Berichte über die jahrelangen Folterungen bringen den früheren Kanzleramtschef Steinmeier schwer in Bedrängnis. Die SPD versichert, es habe kein offizielles US-Angebot zur Freilassung von Kurnaz gegeben.