kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Nato-Luftschlag in Afghanistan: Der Offizier, der das Bombardieren befahl

zuletzt aktualisiert: 08.09.2009 - 12:08

Berlin (RP). Freundlich, zurückhaltend, besonnen. So beschreiben die Soldaten, die täglich mit ihm zu tun haben, Oberst Georg Klein. Der 48-jährige Bundeswehroffizier im Generalstab hat den herausforderndsten Job, den die Truppe im militärischen Bereich momentan zu vergeben hat: Chef des Wiederaufbauteams im nordafghanischen Kundus.

Oberst Georg Klein steht seit des Befehls zum Luftschlag in der Kritik.  Foto: AP, AP
Oberst Georg Klein steht seit des Befehls zum Luftschlag in der Kritik. Foto: AP, AP

"Alles andere als ein Hasardeur", beschreibt ihn ein Kamerad, der ihn seit vielen Jahren kennt. Doch nun wird Klein von Kriegsgegnern mit dem Vorwurf konfrontiert, ein "Massaker" angerichtet zu haben. Die Staatsanwaltschaft prüft die Aufnahme eines Ermittlungsverfahrens wegen eines Tötungsdeliktes. Denn Klein forderte in der Nacht zu Freitag die Bombardierung der beiden von Taliban entführten Tanklaster an. Er stand vor der Frage, wie er die möglicherweise drohende Attacke des deutschen Camps durch zwei riesige rollende Bomben rechtzeitig stoppen sollte. Und er ist sich auch drei Tage nach den dramatischen Vorgängen noch sicher, richtig gehandelt zu haben. Das würden auch die Untersuchungen im Detail bestätigen.

Klein kam zur Bundeswehr, als an Auslandseinsätze noch kein Denken war: 1980. Zehn Jahre vor der Wiedervereinigung ahnte er noch nichts davon, dass er einmal Chef des Stabes der "Dreizehnten" werden würde, der 13. Panzergrenadierdivision in Leipzig, und dass diese wenige Monate nach seinem Amtsantritt für gut ein Jahr den Kern der Isaf-Präsenz in Kundus stellen würde – mit ihm als Kommandeur.

1993 hatte er es bis zur Generalstabsausbildung in Hamburg geschafft, er machte Erfahrungen als Bataillonskommandeur der Panzertruppe, versah Dienstposten unter anderem in Brüssel, Köln und Koblenz. Als er im März in Kundus den Befehl übernahm, hatte sich die Sicherheitslage bereits dramatisch verschlechtert. Im August sagte er unmissverständlich: "Es vergeht fast kein Tag mehr, an dem nicht geschossen wird." Jeden Moment müssten die Soldaten draußen mit Angriffen rechnen, mit Raketenbeschuss selbst dann, wenn sie im Lager seien.

Quelle: RP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Der Bundespräsident fordert die israelische Regierung auf, in der Siedlungspolitik ein konstruktives Zeichen für die Palästinenser zu setzen ... mehr 

Mubarak spottet über neue Politikergeneration

Ägyptens Ex-Präsident

Mubarak spottet über Politiker

Mit Hohn und Spott verfolgt Ex-Präsident Husni Mubarak die neue Generation ägyptischer Politiker. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Ägyptens Ex-Präsident

Mubarak spottet über Politiker

Warum Hollande Syrien mit Militär droht

Präsident im Kriegsmodus

Schmutz-Wahlkampf in den USA

Obama macht Romney zum Vampir

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Der Bundespräsident fordert die israelische Regierung auf, in der Siedlungspolitik ein konstruktives Zeichen für die Palästinenser zu setzen. Seine zweifelnden Äußerungen über das Einstehen Deutschlands für Israel im Ernstfall sorgen für Aufregung. VON Birgit Marschall  mehr

 

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

 

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 
 

Streitpunkt Vorratsdaten

EU-Kommission wird Deutschland verklagen

 

Merkel nur noch knapp vorn

Kraft stürmt die Beliebtheits-Charts

Top-Services