Martin Sonneborn im Chat: „Der Osten tut zu viel kosten“
VON SILKE FREDRICH - zuletzt aktualisiert: 16.05.2005 - 09:13Düsseldorf (rpo). Wer am kommenden Sonntag seinen Wahlzettel betrachtet, kann neben den Klassikern und diversen Neuformationen sein Kreuzchen auch bei der „PARTEI“ machen. Diese hat sich erstaunlich hohe Ziele gesetzt, will sie doch die absolute Mehrheit im Land holen – und das mit nur vier Wahlkreisen, in denen sie antreten darf. Gründer und Vorsitzender von „DIE PARTEI“ ist Chefredakteur des Satire-Magazins „Titanic“, Martin Sonneborn. Das Programm ist vor allem eines: radikal – lustig.
Die Partei ist eine nicht ganz ernst gemeinte Formierung, deren Vorstandsmitglieder auffälligerweise aus Redakteuren und Mitarbeitern des Satiremagazins „Titanic“ besteht. Dennoch entspricht das Gründungsverfahren allen formalen Richtlinien. Mit einem Vorstand, einem Programm, einer Satzung sowie einer Unterschriftenliste von tausend Unterstützern hat die Partei den Sprung auf die Landesreserveliste NRW geschafft.
Inhaltlich lässt sich über die geradezu absurden Forderungen der Partei am besten herzhaft lachen. So fordert Vorsitzender Sonneborn unter anderem den Wiederaufbau der Mauer, denn: „Wir sind nicht ein Volk, wir und die da drüben.“ Mit Parolen wie „der Osten tut uns zu viel kosten“ sei ihm die absolute Mehrheit in nur vier Wahlkreisen daher so gut wie sicher…
Da Satire bekanntermaßen auch verwirren kann und radikale Forderungen noch viel mehr, stellt sich Martin Sonneborn, der als Wunschabgeordneter übrigens die genehmigte Nebentätigkeit als Geschäftsführer im „Büro für Kicker und Dosenbier“ ausübt, am Mittwoch, 18. Mai, von 12 bis 13 Uhr allen Leserfragen im Chat. Er freut sich auf Ihre Beiträge und Diskussionen.
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